Trainingserfolg – Von der Vermessung des Laufens

Erfolg oder nicht?

Die Frage, ob ein Training erfolgreich verläuft oder nicht lässt sich nur beantworten, wenn die einzelnen Aktivitäten aufgezeichnet werden. Das Aufzeichnen ist heute in vielfacher Art und Weise möglich. Welche Methode dabei für wen die richtige ist, hat etwas mit grundsätzlichen Erwägungen aber auch mit persönlichen Präferenzen zu tun.

Laufanfänger müssen sicherlich nicht gleich mit einer überteuerten GPS-Uhr durch die Gegend rennen. Manchmal braucht es noch nicht einmal eine App am Smartphone, um den eigenen Fortschritt messbar zu machen. Ganz wichtig ist die Regelmäßigkeit und die Nachvollziehbarkeit der Trainings – und das auch nur, wenn mit dem Training feste Ziele verknüpft sind.

Mit einfachen Mitteln viel erreichen.

Wer mit dem Laufen beginnt oder seine Ziele ändert, kann mit einfachen Mitteln bereits viel erreichen. Zum Beispiel kann man nach jedem Lauf notieren, wie man sich fühlt. Hat der Lauf Spaß gemacht, gibt es einen Smiley, sonst ein trauriges Gesicht. Wer das einige Wochen durchhält, bekommt bereits ein gutes Gefühl dafür, ob regelmäßiges Laufen den eigenen Präferenzen entspricht.

Wer auf ein Ziel hin trainieren möchte, kann mit dem Rubbelkalender schnell einen Überblick gewinnen, wie oft und wie viel gelaufen wird. Auch hier stellt sich nach kurzer Zeit sicher eine Regelmäßigkeit und ein erster Trainingserfolg ein.

Rubbelkalender

Wer genauer werden möchte, ohne sich gleich von zu viel Technik abhängig zu machen, benötigt eine Stoppuhr und eine Möglichkeit, Entfernungen zu messen. Das geht manuell auf einer Karte oder am Rechner in Google Maps (rechter Mausklick). Dort kann eine Strecke am Bildschirm ausgemessen werden. Trägt man nun regelmäßig die benötigten Zeiten und die zurückgelegte Strecke mit Datum ein, entsteht schnell ein Lauftagebuch. Die gewünschten Fortschritte lassen sich an den zurückgelegten Wochenkilometern und der Zeit schon gut erkennen.

Wenn Technik ins Spiel kommt.

Manuelle Aufzeichnungen haben den Vorteil, dass der Läufer sich ausführlicher mit den Daten beschäftigt. Wer seine Kilometer und die Zeiten regelmäßig aufschreibt, bekommt schneller ein Gefühl für die Mengen. Mit dem Smartphone aufgezeichnete Werte verschwinden allzu oft ungesehen in der Datenbank. Trotzdem ist es natürlich bequem, wenn einem ein Gerät die Messungen abnimmt. Entgegen der häufig anzutreffenden Meinung, dass eine GPS Uhr das Höchste der Gefühle ist, sind Smartphones aus technischer Sicht den Uhren heut in der Regel überlegen. Und da statistisch gesehen inzwischen jeder mit einem Smartphone ausgestattet ist, wäre die zusätzliche Anschaffung einer Uhr vor allem eine Subventionierung der Marketingbudgets von Garmin oder Polar. Hilfreicher ist es da, sich die kostenpflichtige Version einer innovativen App anzuschaffen oder OpenSource Projekte mit einer Spende zu unterstützen.

Wer mit Technik auf seine Ziele hinarbeitet, sollte auch die gegebenen Möglichkeiten zur Auswertung nutzen. Ein regelmäßiger Blick in die entsprechenden Webportale eröffnet oftmals neue Einsichten. Zudem sind Kunden heute auch nicht mehr an ein Gerät gebunden: Daten die mit einer App aufgenommen wurden, können auch in einem anderen Webportal importiert werden. Dazu bedarf es geringer technischer Kenntnisse, die aber schnell im Internet zu finden sind. Es lohnt sich, diesen Lernaufwand zu investieren. So zeigt das eine Auswertungportal vielleicht noch den Pace im Zeitverlauf, das andere lässt aber mehr zeitliche Einteilungen zu und das Dritte liefert eigens entwickelte Kennzahlen zur Entwicklung der individuellen Trainingsleistung. Hier lohnt sich für ambitionierte Sportler definitiv der Vergleich.

Die folgende Grafik liefert Vorschläge, wie man mit zunehmender Komplexität seine Trainings verfolgen kann. Sicher gibt es darüber hinaus noch viele andere Möglichkeiten, die hier genannten sind gut erprobt und weit verbreitet.

Infografik Trainingserfolg

Mögliche Methoden zur Trainingsmessung für verschiedene Zwecke

Am Ende muss jeder selber seine Lieblingssportbegleiter finden. Der Aufwand, dies zu tun, lohnt sich.

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