GPS ungenau? – Warum manche Geräte es noch schlimmer machen.

GPS Aufzeichnungen sind ungenau

Das moderne GPS aber auch das russische Glonass ist notwendigerweise technisch bedingt ungenau. Obwohl durch die Nutzung weiterer Datenquellen mögliche Ungenauigkeiten auf wenige Zentimeter reduziert werden können, sind Abweichungen bis zu zehn Metern nicht ungewöhnlich. In verschiedenen Nutzungsbereichen spielen diese Ungenauigkeiten eine mehr oder weniger große Rolle. Fährt ein Auto mit 120 km/h über eine Autobahn, fallen solche Abweichungen nicht ins Gewicht. Ein Läufer aber, der mit 10-12 km/h auf einem Waldweg läuft und seine Pace wissen möchte, ist sehr stark von diesen Daten abhängig. Als Beispiel: Ein Messfehler von 20 Metern auf einem halben gelaufenen Kilometer lässt aus einem 5er Pace einen Pace von 4:50 min/km werden.

Software kann noch ungenauer

Software zur Verarbeitung von GPS Daten in Apps oder GPS-Geräten sind nun bemüht, solche Messfehler auszugleichen. Dabei werden Vermutungen über den tatsächlichen Verlauf der Strecke angestellt. Leider wollen die Programme aber darüber hinaus die Anzahl der gemessenen Punkte noch weiter vereinfachen, um die Datenmenge zu verringern. Ein sehr häufig verwendeter Algorithmus ist z.B. der Douglas-Peucker Algorithmus zur Vereinfachung von Wegstrecken. Dieser versucht eine Strecke zwischen aufgezeichneten Wegpunkten so zu vereinfachen, dass die grobe Struktur erhalten bleibt. Dabei werden aufgezeichnete GPS Messpunkte gelöscht. Die folgende Grafik zeigt das Verfahren schematisch auf:

Douglas-Peucker zur Vereinfachung von Wegstrecken

Resampling – oder: wie ich meine GPS Daten unbrauchbar mache

Das „Vereinfachen“ von aufgezeichneten Punkten ist unter dem Begriff „Resampling“ bekannt. Die meisten GPS Programme – egal ob als App auf dem Smartphone oder als Software im Garmin – wenden dieses Verfahren ungefragt beim Export der Daten oder beim Übertragen der Daten in eine Desktopsoftware an. Dabei werden die nicht verwendeten Messpunkte schlicht gelöscht. Dies fällt noch stärker ins Gewicht, wenn schon bei der Aufzeichnung der GPS Signale nicht alle gemessenen Punkte ausgewertet werden.

Was tun?

Auch wenn man aktuell nicht unbedingt plant, seine Laufdaten genauer auszuwerten, so sollte man seine App jedoch unbedingt so wählen, dass die original aufgezeichneten GPS Daten erhalten bleiben und auch zugänglich sind. Das ist leider bei wenigen Geräten der Fall. Dadurch verliert man die Möglichkeit, seine Laufstrecken in beliebige Teilstücke zu unterteilen und diese genauer zu analysieren. In der Software Runalyze lassen sich gelaufene Strecken beispielsweise in beliebige Teilstücke (Splits) unterteilen. Sind die Laufdaten allerdings mit Runtastic aufgezeichnet worden, sind die Auswertungen wertlos, da die App die aufgezeichneten Daten sehr stark durch das vorgenommene Resampling vereinfacht werden. Eine der wenigen Apps, aus denen sich die ursprünglich aufgezeichneten Daten exportieren lassen ist Run.GPS.

Stay Synced – Laufaktivitäten über mehrere Portale hinweg synchron halten

Kein aktuelles Sportportal ist der Weisheit letzter Schluß und oft hat die Lieblings Laufapp auch noch ein suboptimales Portal. Also ist es viel Wert, wenn sich die Aufzeichnungen zwischen den verschiedenen Anbietern synchronisieren lassen.

Auch das ist inzwischen natürlich möglich. Folgende Programme leisten eine Archivierung und Synchronisation: Tapiriik, RunGap und SyncMyTracks. Weiterlesen

Laufapps ausführlich – was kann runtastic

Was kann die App runtastic? Wo sind ihre Grenzen? Wir nehmen die bekannteste Trainingsapp unter die Lupe. Bildschirm, Bedienung, Einstellungsmöglichkeiten, verwendetes Kartenmaterial, Messgenauigkeit und vieles weitere haben wir geprüft. Für ambitionierte Sportler die besten Tipps, um „ihre“ passende App zu finden.
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Laufapp Abo als Weihnachtsgeschenk – Welches passt zu wem?

Fortschritte messen, Werte vergleichen oder auf ein läuferisches Ziel hinarbeiten: viele erledigen dies heute mit einer App auf ihrem Smartphone/iPhone. Das ist inzwischen sehr genau und zuverlässig möglich. Richtig spannende Details geben die Apps aber erst Preis, wenn man im zugehörigen Webportal ein Abo erwirbt. Dieses läuft in der Regel über einen, drei oder zwölf Monate, kostet einen regelmäßigen Beitrag – und stellt somit eine prima Idee für ein Weihnachtsgeschenk dar.

Wer aber seinem liebsten Laufpartner oder seiner liebsten Läuferin ein solches Abo schenken möchte, steht vor der Qual der Wahl: welches Portal ist geeignet? Vor einiger Zeit habe ich die preisliche Dimension dieser Portale bereits verglichen. Das kann man hier nachlesen: Der Laufapp Preisvergleich.

Nun eine kurze Übersicht, welches Portal inhaltlich zu welchem Typ passt.

Für Einsteiger.

Wer in das regelmäßige Training einsteigen möchte benötigt Motivationen und Unterstützung. Nicht viele Apps bieten dies in wirklich ausgereiftem Zustand an.

Weit vorne sind dabei die folgenden beiden:

Noom: Noom (www.noom.com) hat die Gesundheit der Anwender im Auge. Tatsächlich nehmen sich auch viele ihre Gesundheit zum Anlass, ins regelmäßige Laufen einzusteigen. Auch bei mir war dies der Grund, das Laufen nach einigen Jahren Pause wieder aufzunehmen. Dabei habe ich selber mit Noom den Wiedereinstieg gut gemeistert. Noom bietet neben einer Laufapp (Cardio Trainer) auch umfangreiche Motivationshilfen zur richtigen Ernährung und anderen Formen der Bewegung. Widmet man sich der App täglich einige Minuten, wird man sehr schnell ein besseres Verständnis für ein gesundes Leben bekommen. Und viel Bewegung gehört da definitiv dazu. Der Cardiotrainier ist für Einsteiger geeignet und verwirrt nicht mit ausführlichen Analysen. Er konzentriert sich auf das Wesentliche und belohnt alle, die bei der Stange bleiben. Leider ist die App nur für Android Systeme erhältlich.

runkeeper: Der runkeeper (www.runkeeper.com) ist ein Klassiker unter den Laufapps. Er zeichnet sich durch einfache Bedienung aus und begleitet Anfänger genauso wie Fortgeschrittene. Man merkt dieser App an, dass sie von Läufern für Läufer gemacht wurde. Dabei werden die Einsteiger nicht allein gelassen. Im Portal bietet die Aboversion viele Trainingspläne, die speziell auf den Einstieg zugeschnitten sind, egal ob man sich an die ersten fünf Kilometer heranwagt oder einfach nur Gewicht verlieren möchte. Zudem liefert runkeeper immer wieder fantastische Motivationen, die den nächsten Lauf leichter machen. Das Abo runkeeper Elite bietet zudem das Live verfolgen für Aktivitäten und sehr ausführliche Statistiken. Mit diesen lassen sich die aufgezeichneten Aktivitäten hervorragend nach verschiedenen Kriterien untersuchen. Somit kann auch der Anfänger schnell Schwachstellen im Training erkennen und Verbesserungspotenziale ausschöpfen. Hauptnachteil: runkeeper ist im Webportal komplett in englischer Sprache gehalten.

runkeeper_trainingsplans

Für Gelegenheitsläufer

Der Gelegenheitsläufer rennt ein- bis zwei Mal in der Woche los, im Urlaub auch mal häufiger. Er nimmt hin- und wieder an einem Wettbewerb teil, dies aber vor allem wegen des sozialen Charakters, nicht unbedingt wegen des Wettbewerbs. Das Aufzeichnen der Strecken ist weniger dem Ehrgeiz geschuldet, schneller zu werden. Es geht vielmehr darum, ein Lauftagebuch zu erhalten, mit dem man am Ende des Jahres nachschauen kann, was man geschafft hat – und wo man gelaufen ist. Aber wer weiß: vielleicht wird ja einmal mehr daraus.

Für den Gelegenheitsläufer gibt es eigentlich nur eine Antwort:

runtastic: runtastic (www.runtastic.com) ist inzwischen der Standard unter den Laufapps. Das bedeutet vor allem, dass die App weit verbreitet ist und man dort mit hoher Wahrscheinlichkeit Bekannte trifft. Durch den Erwerb der GOLD Mitgliedschaft bekommt man zusätzlich zur freien Version vor allem keine Werbung mehr eingeblendet, kann die aufgezeichneten Aktivitäten ausführlich und sehr intelligent mit Filtern zu aussagekräftigen Übersichten zusammen stellen und bekommt wöchentlich eine Leistungsübersicht per Mail. Außerdem kann man seine Läufe mit früheren Läufen oder mit Freunden vergleichen.

runtastic ist aber dennoch ganz klar eine App, die auf das breite Publikum zielt. Daher nichts für Sportler, die sich entwickeln möchten, Trainingspläne benötigen oder mit tiefergehenden Analysen mehr über ihr Trainingsverhalten erfahren möchten. Alle, die gelegentlich (ein- bis zwei Mal in der Woche) laufen gehen und darüber ein Tagebuch führen möchten, sei dieses Abo für drei Monate oder ein Jahr empfohlen.

Für alle, die mehr wollen

Wer den Einstieg hinter sich hat und mehr als zwei Mal in der Woche läuft wird bald feststellen, dass seine Anforderungen an ein Trainingstagebuch steigen. Darauf hat der Markt einige Antworten. Letztendlich wird es bei den ambitionierten Sportlern schwierig immer alles komplett abzudecken, weil jeder so seine Vorlieben hat. Dennoch haben sich einige Apps viele Gedanken gemacht und begleiten den Vielläufer gut dabei, herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Hier seinen nur die Bekanntesten vorgestellt.

endomondo: Neben runkeeper (auch für Fortgeschrittene geeignet) ist endomondo (www.endomondo.com) eindeutig der Favorit für die Ambitioniertenliga. endomondo bietet in der Premium Version neben der Werbefreiheit Trainingspläne, die auf den bisherigen Lauferfahrungen basieren, persönliches Coaching und einige nette Auswertungen. So können Premium Läufer ihre Ergebnisse mit anderen Läufern ihrer Altersklasse vergleichen. Sehr geeignet sind auch die Trainingspläne, die individuell auf den jeweiligen Nutzer abgestimmt werden und zudem Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten geben.

Vor die Wahl zwischen RunKeeper und endomondo gestellt  spricht für endomondo der reichere Funktionsumfang. Das Portal und die App sind zudem komplett in deutscher Sprache erhältlich.

endomondo_trainingspläne_start

 Run.GPS: Diese App bietet kein Abomodell. Sie ist aber einerseits so leistungsstark und andererseits so teuer, dass ich sie trotzdem hier als Weihnachtsgeschenk empfehle. Zugegeben ist es die einzige App, bei der man die ein- oder andere Bedienung im Handbuch nachschlagen muss. Das ist aber ein geringer Preis für die hohe Flexibilität und Leistung, die dieses Paket mit sich bringt. Run.GPS ist die einzige App, die einen Routenplaner auf Basis von Open Street Map Kartenmaterial (genauer als Google Maps) mitbringt und zudem auch noch ein Navi für Fußgänger/Läufer enthält. Dieses liefert sprachgeführte Richtungsangaben zu einer vorab gespeicherten Route . Diese App lässt auch bei fortgeschrittenen Läufern keine Wünsche offen was die Verbindung zu Bluetooth Geräten angeht, außerdem können viele verschiedene Display Anzeigen komplett frei konfiguriert werden. Ganz klar: absolutes Liebhaberteil für den fortgeschrittenen Multisportler.

Die Anderen:

Außer den hier vorgestellten gibt es noch einige kostenlose Portale und natürlich die großen Markenanbieter. Bei den Markenanbietern zahlt man kein Geld, dafür aber hohe Transaktionskosten. Wer seine Läufe regelmäßig mit Nike+ oder miCoach von adidas aufzeichnet ist an diese Hersteller gebunden. Ein Wechsel zu einer anderen App oder einem anderen Portal ist mit sehr hohen (zeitlichen) Aufwänden verbunden.

Warum ich kein Story Running brauche

runtastic hat etwas Neues heraus gebracht: Story Running: Man verwendet die Laufapp runtastic, lädt sich eine Story herunter (zahlt ca. einen Euro dafür) und läuft los. Die Story begleitet den Lauf und ist auf das Lauferlebnis abgestimmt.

Dass es ein ganz eigener Effekt ist, kann ich mir gut vorstellen. Vor einiger Zeit habe ich beim Laufen (wann sonst) das Hörspiel „Säulen der Erde“ von Ken Follet gehört. Als einmal reitende Ritter zu einer Verfolgungsjagd ansetzten, wurde ich instinktiv schneller.

Damals habe ich auch darüber nachgedacht, so etwas zu professionalisieren und für das Laufen bereit zu stellen. Aber – wer ist die Zielgruppe?

Ich laufe, um zu entspannen oder zu trainieren. Zumindest, um der üblichen Hektik des Jobs etc. für eine Weile zu entkommen. Da brauche ich sicher keine aufregende Story, die mich durch die Gegend peitscht. Zwar hat runtastic auch hier vorgesorgt und für diese Zielgruppe zugeschnittene Märchen bereit gestellt. Ob es langfristig trägt, bleibt abzuwarten. Ich persönlich werde beim Sound of Nature oder meiner persönlichen Lieblingsmusik bleiben. Wer es dennoch mag..hier beschreibt Sammy Zimmermanns was ihn an den Story Runs begeistert: http://shape-blog.de/runtastic-story-running-traeger-der-wahrheit

Was guckst Du? Display Anzeigen von Laufapps.

Eines der wichtigsten Argumente für Läufer, irgendwann der App Good-bye zu sagen und zu einer Laufuhr zu greifen ist der Blick auf das Display. Zugegebenermaßen lassen sich wichtige Leistungswerte während des Laufs vom Handgelenk schnell ablesen, während ein am Oberarm getragenes Mobilgerät dazu eher ungeeignet ist.

Wer dennoch mit Apps läuft, dem wird es zudem von den App Entwicklern nicht leicht gemacht, trotzdem noch einen Blick auf die wichtigsten Daten zu erhaschen. Zum einen ist die Größe der Anzeige in der Regel nicht geeignet, tatsächlich etwas sehen zu können. Zum anderen ist die Flexibilität, die gewünschten Werte aufs Display zu legen, unterschiedlich ausgeprägt. Wir haben verglichen.

display_laufen

Grundsätzlich: es ist möglich, während eines Laufes auf das Display zu schauen und dort einen sinnvollen Wert abzulesen. Voraussetzung dafür ist es, dass das Display möglichst flexibel konfigurierbar ist. Wenn die abzulesenden Werte in der Größe nicht skalierbar sind und nur an einer Stelle fixiert bleiben, wird es schwierig, in der Hitze des Gefechtes die richtige Information zu bekommen.

Hinsichtlich dieser Anforderungen ist Run.GPS klarer Favorit. Das Display lässt sich komplett frei konfigurieren und zeigt Werte in unterschiedlichen Größen an.

Das nicht jeder Läufer die gleichen Werte bevorzugt, haben inzwischen alle Apps verstanden. Die Werte auf dem Display lassen sich austauschen, die Auswahl der anzeigbaren Werte ist allerdings unterschiedlich groß. display_gps

Erstaunlich ist, dass die Markenhersteller Nike und adidas sich am wenigsten flexibel zeigen. Das nur für Android Systeme gebaute Sportstracklive zeigt neben Run.GPS die größte Vielfalt. Hier ein Überblick, welche App in welchem OS Kennzahlen konfigurierbar anzeigen kann. Geprüft wurden jeweils die bezahlten Versionen der Programme.

Können Kennzahlen im Display ausgetauscht werden? Wie viele Anzeigefelder gibt es für Kennzahlen?
(iOS/Android)
Wie viele Kennzahlen stehen zur flexiblen Anzeige zur Verfügung?
(iOS/Android)
Kann die Größe der Anzeige variiert werden?
runtastic Ja 4/5 5/13 Nein
run.GPS Ja 16* 91/91 Ja
endomondo Ja 4/4 7/12 Nein
runKeeper Nein 2/2 Nein
Sports Tracker Ja 8/8 13/13 Nein
Sportracklive Ja –/7 –/21 Nein
Nike+ Nein 3/3 Nein
miCoach Nein 4/6 Nein

* Diese maximal 16 Felder können auf 15 verschiedenen Bildschirmen untergebracht werden, so dass sich rein theoretisch alle in Run.GPS verfügbaren Kennzahlen darstellen lassen.

displays

Sicher, die wichtigsten Kennzahlen sind die gelaufene Distanz, ggf. die Uhrzeit (man möchte ungern zu spät nach Hause kommen) oder die aktuelle Pace. Trotzdem gewöhnt sich jeder Läufer an seine eigene Kennzahl, die ihm oder ihr halt besonders wichtig ist. Da bietet Run.GPS einfach die größte Auswahl. Einige Apps bieten neben den einfachen Kennzahlen noch die Information, in welcher Herzfrequenz man sich gerade befindet. endomondo sticht durch den besonderen Wert der „Hydration“ – der aktuelle Wasserverlust – heraus. In der folgenden Übersicht zeigen wir, welche Kennzahlen von welcher App angezeigt werden.

tabelle displayanalyse

Möchte man also während des Laufens seine Lieblingswerte auf dem Display sichtbar haben, ist Run.GPS sicherlich der Favorit. Leider hat dieser Vorteil einen hohen Preis: die App ist sehr technisch orientiert. Zwar ist die Konfiguration der Bildschirme denkbar einfach, die App besticht aber an anderen Stellen nicht gerade durch intuitive Bedienung. Dafür ist das dazugehörige Handbuch einfach gehalten und hilft in jeder Situation weiter. Ein dazu gehöriges Forum steht auch zur Verfügung, wenn überhaupt nichts mehr geht.

runtastic – der Branchenprimus

runtastic
Die runtastic App gibt es seit 2009. Seit Oktober 2013 ist sie mehrheitlich im Besitz des Hauses Springer – und man hat noch viel vor.

endomondo, Sports Tracker, runKeeper oder run.GPS gibt es schon Jahre länger, teilweise existieren diese Produkte bereits länger als es das iPhone gibt. Was hat runtastic richtig gemacht, dass es inzwischen auf fast jedem Mobilgerät zu finden ist? Was runtastic alles kann und was aus Anwendersicht besser laufen könnte, haben wir hier zusammengefasst.

runtastic: ein ausführlicher Review

Was aber haben die anderen Apps vermissen lassen, dass runtastic so viel erfolgreicher ist? Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche App sind

  • Einfachheit in der Anwendung
  • Sprachversionen/Internationalisierung
  • Geräteunabhängigkeit
  • Gezieltes Marketing für eine breit aufgestellte Zielgruppe

run.GPS aus München ist seit 2004 auf dem Markt, hat ein Navi für Fußgänger, ist Internationalisiert und trotzdem eher ein Nischenprodukt: die Bedienung erfordert zu viel Geduld vom Anwender. Trotzdem wirkt runtastic als hätte es das ein- oder andere Feature von der Nachbarapp abgeschaut.

endomondo aus Kopenhagen wurde 2007 als Sportcommunity gegründet. Es bietet viele Features für den regelmäßig trainierenden Sportler. Die Sprachversionen kamen allerdings recht spät und auch das Marketing konzentrierte sich zunächst auf eher ambitionierte Sporttreibende.

runKeeper ist viel mehr eine Community als ein Unternehmen. Die App wird sehr stark entlang der Bedürfnisse der Anwender entwickelt und diese bestehen hautptsächlich aus ambitionierten Anwendern. Internationale Versionen gibt es nicht.

Sports Tracker hat sich 2004 aus dem Umfeld von Nokia entwickelt und war damit prädestiniert, sich als App zu etablieren. Auch hier war man allerdings zu spät mit der Internationalisierung und zu schwach im Marketing – trotz des fortschrittlichen Layouts.



Runtastic - makes sports funtastic

Preisvergleich: was kosten die Laufapps und Portale?

Stand: September 2016

Der Herbst steht vor der Tür und bringt nasskaltes Wetter mit. All denjenigen die sich schwer tun bei diesem schmuddeligen Wetter die Laufschuhe zu schnüren, empfehle ich, sich die folgenden Apps genauer anzuschauen.  Dabei Vergleiche ich alle gängigen Applikationen für das iOS- und das Androidbetriebssystem.

Jede Laufapp bietet derzeit eine kostenlose Einsteigerversion. Damit lassen sich Aktivitäten aufzeichnen und einige grundlegende Auswertungen anstellen. Wer auf den Geschmack gekommen ist möchte mehr. Doch was kostet der Spaß?

Neben der einmalig zu zahlenden App in der Pro Version bieten einige Hersteller zudem eine kostenpflichtige Mitgliedschaft an. Ob diese endet, wie die Mitgliedschaft im Fittnessstudio hängt davon ab, wie lang die Mindestlaufzeit gewählt werden kann.

Im Folgenden habe ich eine Übersicht über die Preise der Apps, der Mitgliedschaften und der Mindestlaufzeiten zusammen gestellt. Ein — bedeutet die kostenlose Nutzung, n.a. bedeutet, dass diese Funktion nicht verfügbar ist.

 

App Anbieter Name der Mitgliedschaft Preis der PRO Version App (iPhone/Android) Preis der Mitgliedschaft (Monat/Jahr) Mindestzeitraum
runtastic PREMIUM 4,99 €/4,99 € 6,63 €/49,90 € 3 Monate
endomondo Premium 4,49 €/4,99 € 5,99 $/29,99 $ 1 Monat
runkeeper Go –/– 9,99 $/39,99 $ 1 Monat
Nike +Running –/– –/–
Sports Tracker –/– 9,49 €/24,99 € 3 Monate
run.GPS 4,95 €/6,95 € –/–
Strava –/– 5,49 €/54,99 € 1 Monat
MapMyRun MVP 1,46 €/1,79 € 5,99 $/29,99 $ 1 Monat
Zombies, Run! 3,59 €/3,59 € –/–
movingtwice –/n.a. –/–
runtarget –/n.a. –/–
runmeter 4,49 €/n.a. –/–
My Asics –/– –/–
Polar Beat 6,99 €/n.a. –/–
miCoach –/– –/–

 

Sportapps wechseln: Aktivitäten herunterladen

Problem: Du sammelst bereits seit einem halben Jahr oder vielen hundert Kilometern Aktivitäten in deiner bisherigen Lieblingsapp und dann fällt es plötzlich auf: die App erfüllt nicht jeden Wunsch. Wie aber wechseln. In fast jeder App ist es möglich, die einzelnen Aktivitäten herunterzuladen. In diesem Beitrag zeige ich zusammenfassend Beispiele für bekannte Apps.

runtastic: jede Aktivität muss einzeln exportiert werden. In der Ansicht der Aktivität befindet sich neben der Landkarte eine Schaltfläche „Bearbeiten“. Den daneben befindlichen Pfeil klicken und dann auf „Herunterladen“ klicken. Im nun folgenden Fenster die einzelne Aktivität als GPX Datei auf den eigenen Rechner herunterladen.

runtastic_export_gpx

runkeeper: jede Aktivität kann einzeln exportiert werden. In der Ansicht der einzelnen Aktivität ganz nach unten scrollen. Dort ist unter der Überschrift „Export“ eine Schaltfläche zum herunterladen der GPX Datei zu finden.

runkeeper_export_gpx

 

Alternativ lassen sich Aktivitäten für einen bestimmten Zeitraum auch in einem Vorgang exportieren. Dazu wird in den Kontoeinstellungen (Account Settings) das Menü „Export Data“ gewählt. Hier kann der Zeitraum ausgewählt werden, aus dem alle Aktivitäten exportiert werden sollen. RunKeeper erzeugt dann eine ZIP Datei, die heruntergeladen alle GPX Dateien und Übersichten (im CSV Format) über alle Aktivitäten enthält.

runkeeper_bulk_export

endomondo: jede Aktivität muss einzeln exportiert werden. Rechts neben der aufgezeichneten Route (Landkarte) befindet sich ein Menü. Dort auf „More Options“ (auch in der deutschsprachigen Version) klicken. Damit öffnen sich weitere Optionen, unter anderem der Menüpunkt „Exportieren“. Ein Klick öffnet ein weiteres Fenster mit der Möglichkeit, eine Aktivität als GPX Datei auf den eigenen Rechner herunterzuladen. Die heruntergeladene Datei hat immer den Namen „no name.gpx“ und sollte daher umbenannt werden, bevor eine weitere Aktivität exportiert wird.

endomondo_export_gpx

Sportstracklive: es können alle Aktivitäten auf ein Mal heruntergeladen werden. Dazu wird neben der Kalenderansicht (Übersicht über alle Aktivitäten) auf die Schaltfläche „Download all tracks (GPX Fomrat)“ geklickt. Dadurch startet der Download einer ZIP Datei. In dieser befinden sich alle je aufgezeichneten Tracks als GPX Dateien.

sportstracklive_export_gpx

Sports Tracker: jede Aktivität muss einzeln heruntergeladen werden. In der Ansicht der einzelnen Aktivität wird neben den Reitern für die Art der Aktivitätsansicht eine Schaltfläche „Export“ angeboten. Damit lässt sich eine GPX-Datei auf den eigenen Rechner herunterladen. Die heruntergeladene Datei hat immer den Namen „workout.gpx“ und sollte daher nach dem herunterladen manuell umbenannt werden.

sportstracker_export_gpx

Die Apps Nike+ und adidas miCoach bieten keine Möglichkeit, aufgezeichnete Aktivitäten zu exportieren. Wie dies dennoch funktioniert, steht hier.

Gelaufene Kilometer pro Laufschuh messen, Teil 1: runtastic

Die ambitionierteren unter uns Läufern haben mehr als einen Laufschuh, empfehlenswert ist dies alle Male. Ein Laufschuh hält aber nicht ewig und noch bevor er unansehnlich wird oder wirklich sichtbar zerschlissen ist, lässt die notwendige Dämpfung nach. Auswechseln sollte man einen Schuh nach 400-1.000 Kilometern, je nach Gebrauch, Schuhtyp und Hersteller.

Wie aber stellt man fest, wie viele Kilometer man mit einem Schuh bereits gelaufen ist? Verwendet man nicht die Apps einens Herstellers (Nike+ oder miCoach von adidas), ist das Nachhalten der gelaufenen Kilometer je Schuh in der Regel nicht vorgesehen. Mit runtastic lässt sich diese Information mit etwas manuellem Aufwand jedoch herauskitzeln. Dieser Screencast zeigt, wie es geht.

Wichtig ist, dass je Schuhpaar ein eindeutiger Tag vergeben wird. Dieser muss bei runtastic in das Notizfeld (in der App oder anschließend im Webportal) immer in der gleichen Form vergeben werden (Groß- Kleinschreibung beachten). Dann lässt sich in runtastic eine Liste erstellen, die in Excel eingefügt und bearbeitet werden kann. Mit Hilfe der Pivot Funktionalität von Excel erhält man dann eine prima Auswertung der gelaufenen Kilometer je Schuh.

Und wie das ganze mit den anderen Apps funktioniert, folgt an dieser Stelle.

UPDATE: Was man tun kann, wenn man im Notizfeld bei runtastic nicht nur die Schuhe sondern auch andere Dinge festhält, haben wir in der Google+ Com besprochen:

Hier der Link: Beitrag in Running/Laufen vom 17.11.2013

Hier der Text:
Du trennst die Einträge im Notizfeld mit einem Semikolon (;). Dann musst Du im Excel die Funktion „Daten->Text in Spalten“ auf diese Spalte (markieren) anwenden. Wie gesagt, das ist etwas aufwändiger, könnte man aber automatisieren. Wenn man allerdings nur alle paar Monate mal schauen will, wie der Stand so ist, dann reichts auch manuell aus – finde ich.
Ahhh…und natürlich ginge es auch mit der Raute (#). Dann könntest Du in einer neuen Spalte mit der folgenden Excel Funtion Deinen Wunschwert extrahieren. Angenommen, Dein Kommentar sieht so aus: „#1 anderer Kommentar“ und Du brauchst das #1 für die Schuh Auswertung, dann hilft Dir folgende Excel Formel: =TEIL(C1;FINDEN(„#“;C1);2). Viel Spass 😀