Uberachiever – tritt Dir in den Hintern

Du hast einen lauten inneren Schweinehund? Du brauchst hin- und wieder einen richtigen Tritt in den Allerwertesten um die Knochen in Bewegung zu setzen? Unser Rubbelkalender ist nicht genug Motivation?

Dann schau mal bei Uberachiver vorbei.

Das Team von Uberachiver hat eine Idee entwickelt, mit der man sich für’s Faul-sein selber bestrafen kann. Und dabei auch noch Gutes tut. Wie geht das? Im Prinzip ganz einfach. Alle guten Dinge beginnen mit einem Plan. Also fragt die App dich nach Deinem Ziel für die kommende Woche. Das kann etwas Kleines sein, wie ein paar Gramm abnehmen, eine kleine Laufstrecke bewältigen oder auch etwas Großes wie das Einhalten eines Trainingsplans. Neben vorgegebenen Zielen wie das Erreichen eines sportlichen Vorhabens lassen sich auch eigene Ziele definieren. Wichtig dabei ist, dass diese sich „beweisen“ lassen.

Nun kommt der Clou: du musst eine Strafe festlegen für den Fall, dass du dein Ziel nicht erreichst. Die Strafen bestehen aus kleinen Spenden an wohltätige Organisationen. In der derzeitigen Ausbaustufe werden Geldspenden an SOS-Kinderdörfer, Amnesty International, Ärzte ohne Grenzen oder Greenpeace angeboten.

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Kann man am Ende einer Woche nicht nachweisen, das vorgegebene Ziel erreicht zu haben, wird das Geld vom angegebenen Konto abgebucht. Natürlich legt der Nutzer selber die Höhe der Strafe fest. Als „Beweis“ können Fotos vom Fitnessstudio, der Anzeige auf der Waage oder andere geeignete Bilder eingeschickt werden. Eine Anbindung an Lauf-Apps ist in Vorbereitung.

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Die Idee zu Uberachiever ist im Umfeld der Uni Karlsruhe entstanden. Für viele Läufer ist es sicherlich ein seltsamer Gedanke, sich mit „Strafen“ zum Laufen motivieren zu wollen. Schließlich lieben wir unseren Sport. Aber wer weiß: vielleicht kann man ja auch „1-Woche-Sofa-sitzen“ als mögliches Ziel eingeben und muss dann ganz viel Geld an eine wohltätige Organisation spenden. Wer’s braucht…

Ausrutschen auf dem Eis muss nicht sein

Bei Eis und Schnee zu laufen ist zum Teil eine Herausforderung. Da vor allem die Straßenränder oft vereist sind, kann ein Jogger leicht ausrutschen. Oftmals halten Läufer sich bei solchen Bedingungen eher zurück. Vom Training abhalten lässt sich sicherlich kein ambitionierter Läufer, aber das Laufen wird schon vorsichtiger und die Pace wird zurückgeschraubt. Da hilft eine Versicherung gegen den Ausrutscher. Ich habe mir die Alaska Grip Spikes von Rubytec geholt. Damit habe ich sicheren Halt auf dem Eis und kann dennoch problemlos auch auf geräumten Asphalt Gas geben.

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Das Laufjahr – Tierischer Rückblick

Das Laufjahr neigt sich dem Ende zu. Der November war still und mental widme ich mich der Trainingsvorbereitung. Ab Dezember geht es langsam wieder los.

Eine gute Gelegenheit, sich der vergangenen Saison zuzuwenden, um die Ereignisse aus läuferischer Sicht Revue passieren zu lassen. Neben den sportlichen Ereignissen ist mir von meinen vielen Trainings in diesem Jahr eines ganz besonders hängen geblieben: ich habe unheimlich viele Tiere gesehen.

Eröffnet hat den Reigen der besonderen Sichtungen ein kleiner Fuchs im Frühjahr, als ich in der Nähe von Bad Soden trainierte. Dort, in den ausgedehnten Hängen des Taunus, schleicht so einiges rum. Dieser kleine Fuchs aber saß am Waldesrand und hat mir beim joggen zugeschaut. Ich bin ruhig weiter gelaufen, aber dieser Anblick hat sich mir besonders eingeprägt. Im weiteren Verlauf des Jahres sind mir noch zwei Füchse begegnet. Einer in Rosenheim in den sehr frühen Morgenstunden. Er machte sich gleich auf die Socken ins Feld, als er mich wahrgenommen hatte. Ein weiterer konnte nicht weglaufen – er lag tot auf dem Weg.

Toter Fuchs

 

Keine Bilder habe ich vom zahlreichen Rotwild, dass mir (so wie jedem anderen Läufer wahrscheinlich auch) ganzjährig begegnet ist. Davon sind mir einige Begegnungen in Erinnerung geblieben: ein Reh hatte sich recht weit aus dem Wald herausgewagt und graßte im Vorgarten eines Hauses. Als ich ankam wollte es fliehen wobei der Fluchtweg durch den Gartenzaun versperrt war. Es bekam Panik und sprang im letzten Moment in hohem Bogen an mir vorbei. Zwei weiteren Rehen bin ich regelmäßig an der selben Stelle um ungefähr derselben Uhrzeit in Rosenheim begegnet. Alte Freunde sozusagen.

Silberreiher

 

Meine Haupttrainingsstrecke führt am Inn entlang. Dort sind einige spektakuläre Tiere zu sehen. Inzwischen recht häufig ist der in den vergangenen Jahren hier ansässig gewordene Silberreiher. Die Reiher stehen oft am Wegesrand und achten nur auf ihre potenzielle Beute. An Ihnen vorbei zu laufen finde ich faszinieren: zunächst sieht man ihr Profil von der Seite. Während man an ihnen vorbei läuft, scheinen sie zwischendurch komplett unsichtbar zu werden, da sie von vorne betrachtet sehr schmal fast vor dem Hintergrund verschwinden.

Und natürlich gibt es am Inn inzwischen wieder Biber. Die sind nicht leicht zu sehen – ich hatte in diesem Jahr zwei Mal das Vergnügen. Sehr frühe Läufe vor sechs Uhr haben mir diesen Spaß vergönnt. Die scheuen Tiere sind sehr schwer in der freien Natur zu beobachten. Ich konnte einem Biber (ich glaube, es war jedesmal der selbe) beim Holz sammeln zuschauen.

Ähnlich selten und auch recht spektakulär waren zwei Begegnungen auf Spiekeroog. Dort habe ich am Westende der Insel sonnende Robben beobachten können. Leider habe ich auch hier ein verendetes Tier gefunden. Eine junge Robbe lag aufgedunsen am Strand. kein schöner Anblick aber auch das gehört dazu.

Schlange

 

Ein ganz kleines bischen unruhig war ich bei einem Lauf in Bosnien-Herzegowina. Nachdem ich über eine Schlange während des Laufens drüber gehüpft war, war ich nicht ganz sicher, ob ich ab des Weges nicht auf eine weitere drauftreten würde. Die können auch mal giftig sein. Trotzdem war es ein hervorragender Lauf durch das Livno Tal bei schönster Sonne.

Natürlich habe ich noch jede Menge Hunde, Katzen, Vögel (ein Pirol war dabei) und was-weiß-ich-nicht-alles gesehen. Der Blick in unsere Natur ist für mich eines der echten Highlights des Laufens. Daher laufe ich auch eher außerhalb der Städte oder in deren ökologischen Nischen. Ich bin gespannt, was mir dort in der kommenden Saison begegnen wird.