Trainingserfolg – Von der Vermessung des Laufens

Erfolg oder nicht?

Die Frage, ob ein Training erfolgreich verläuft oder nicht lässt sich nur beantworten, wenn die einzelnen Aktivitäten aufgezeichnet werden. Das Aufzeichnen ist heute in vielfacher Art und Weise möglich. Welche Methode dabei für wen die richtige ist, hat etwas mit grundsätzlichen Erwägungen aber auch mit persönlichen Präferenzen zu tun.
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Meister der Genauigkeit – Run GPS

Gekonnt gemeistert

Das Schwierigste bei einer Lauf-App ist die Unterwegs-Genauigkeit. Und hier ist Run.GPS unschlagbar. Der Entwickler der App hat bereits vor über zehn Jahren, als es den Begriff der App noch gar nicht gab mit der Entwicklung seiner Software begonnen. Damals hatte er hauptsächlich Windows-CE im Fokus.

Logo der App Run.GPS

Die Schwierigkeit besteht darin, die während des Laufes eintreffenden GPS Signale einzusammeln und zu glätten. Die Ausreißer müssen herausgerechnet werden und Lücken müssen aufgefüllt werden. Und das alles so stabil und schnell, dass eine einigermaßen korrekte Anzeige zum aktuellen Lauftempo dabei herauskommt. Des Weiteren müssen Lücken interpretiert werden: Pinkelpause oder GPS Loch? All dies leistet RunGPS von esymetric in einer herausragenden, patentreifen Weise. Keine andere Software im Freizeitbereich kann dies bisher so perfekt.

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Alles eine Frage der Statistik – Trainingsstatistiken per App

Wie viele Kilometer bist Du letzte Woche gelaufen? So was hat man doch im Kopf…? Und wenn nicht, trägt man es mit sich herum. Die gängigen Apps rüsten im Bereich Datenauswertung nach. Das auf den zugehörigen Portalen alle Statistiken in gebotener Ausführlichkeit ausgewertet werden können ist nichts neues. Nun werden die wichtigsten Analysen aber mobil bereit gestellt. So kann der geneigte Läufer jederzeit seinen Stand abrufen: Tages-, Wochen- oder Monatskilometer, Gesamtdistanz oder auch Anzahl der Trainings – mit den neuen Statistiken bleibt keine Information mehr verborgen.
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Datenschutz bei Laufapps

Wer seine Aktivitäten mit einer App misst, überlässt viele individuelle Daten einem fremden Unternehmen. Gerade Daten aus einer App zur Verfolgung sportlicher Aktivitäten sind stark personenbezogen und lassen vertiefte Rückschlüsse auf einzelne Personen zu.

nicht_oeffentlich

Die Server, auf denen die Daten ausgewertet werden, stehen dabei in der Regel nicht in Deutschland – oftmals nicht einmal in der EU – und unterliegen damit nicht dem deutschen Datenschutz. Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) definiert Daten über die Gesundheit einer Person sogar als besonders schutzwürdig und fordert von Unternehmen, die mit solchen Daten umgehen, besondere Maßnahmen zum Schutz dieser Daten. Weiterlesen

endomondo Trainingspläne: ein Zwischenbericht

Vor einigen Wochen hat endomondo eine neues Feature eingeführt: der automatische Trainingsplan. Durch die Angebe von Trainingszeiträumen, Trainingsziel und gewünschtem Trainingsrhythmus berechnet die Software auf Basis der vorhandenen Aktivitäten einen optimalen Trainingsplan.

Ich habe mir einen Plan für den Simssee Halbmarathon erstellen lassen und trainiere seither (so gut es geht) danach. Prognostiziert wird mir eine Zielzeit von 1:40h. Derzeit fühle ich mich von endomondo gut begleitet. Es könnte etwas mehr Interaktivität versteckt sein, z.B. Tipps, wie ich ein ausgefallenes Trainings kompensiere oder Hinweise für alternative Trainings oder vielleicht einige Ernährungstipps. Immerhin aber berechnet endomondo die prognostizierte Wettkampfzeit regelmäßig neu. Das motiviert.

Über das Endergebnis berichte ich natürlich an entsprechender Stelle.

Nike+ Aktivitäten exportieren

Nike+ ist eine coole Laufapp, allerdings auch eine sehr geschlossene. Anders als bei vielen Marktbegleitern der Software lassen sich die einzelnen Aktivitäten aus Nike+ nicht exportieren. Während endomondo, runtastic oder runkeeper sowohl einen Export als auch einen Import von GPX Dateien zulassen, ist Nike+ ein Closed Shop.

Im Klartext bedeutet das: einmal Nike+, immer Nike+ – ein Umsteigen ist kaum möglich.

Wer dennoch die Möglichkeiten anderer Apps ausprobieren möchte und dabei ungern auf seine bisher gelaufenen Leistungen verzichten will, findet im Web Hilfe. Zum Beispiel bei Matt Stuehler. Er bietet auf seiner Webseite eine Möglichkeit, ausgewählte Läufe aus dem eigenen Nike+ Account als GPX Datei herunter zu laden. Dazu gibt man sein Accountnamen (Benutzernamen) und das Passwort der Nike+ App an und schon lassen sich die gewünschten Daten auf den eigenen Rechner herunterladen. Die Angabe des Passwortes mag kritisch erscheinen, Herr Stuehler beschreibt aber in einem entsprechenden Disclaimer, was er damit macht. Zudem lässt sich das Passwort nach dem Extrahieren der Daten ja bequem ändern.

Wo man Aktivitäten als GPX Dateien hochladen kann, wird später verraten.

runtastic und das Verlagsgeschäft

Der Axel Springer Verlag übernimmt die Mehrheit an runtastic. Was will ein Verlag mit einer Laufapp. Nachdem Springer sich seit einiger Zeit strategisch immer stärker im Online Geschäft aufstellt, war etwas derartiges zu erwarten. Sport und Gesundheit sind die Bereiche, in denen Online gut funktioniert. Also tut sich ein Verlag mit einer starken Online Strategie gut daran, in dem Bereich etwas aufzubieten. Und runtastic? Die haben sich von Beginn an so aufgestellt, dass ein Verkauf möglich wurde. Während andere Apps technische Details ausbesserten hat runtastic skaliert: Masse statt Klasse. Die einzige deutschsprachige App in dem Bereich, die dass geschafft hat und zudem auch noch International gut positioniert ist. Respekt.

Unsere Daten waren bisher bei runtastic sicher. Weitergabe an Dritte ausgeschlossen. Jetzt ist runtastic selber Teil des Werbenetzwerkes. Eine überarbeitete Version der Nutzungsbestimmungen dürfte nur eine Frage der Zeit sein. Warten wir es ab. Ich jedenfalls denke darüber nach, dort aus zu steigen.