Die schnellsten Meter – Sportracklive

Die meisten Apps unterscheiden sich nur wenig in dem, was sie auf ihren Webseiten dem Läufer an Auswertungen bieten. Die Android Laufapp Sportracklive ist da weiter. Hier gibt es eine Auswertungsmöglichkeit, die sich sicherlich jeder Läufer irgendwann mal gewünscht hat.

Wann bin ich meine schnellsten 100/500/1000 Meter gelaufen?

Ausschnitt Sportstracklive Portal zeigt die Performance
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Alles eine Frage der Statistik – Trainingsstatistiken per App

Wie viele Kilometer bist Du letzte Woche gelaufen? So was hat man doch im Kopf…? Und wenn nicht, trägt man es mit sich herum. Die gängigen Apps rüsten im Bereich Datenauswertung nach. Das auf den zugehörigen Portalen alle Statistiken in gebotener Ausführlichkeit ausgewertet werden können ist nichts neues. Nun werden die wichtigsten Analysen aber mobil bereit gestellt. So kann der geneigte Läufer jederzeit seinen Stand abrufen: Tages-, Wochen- oder Monatskilometer, Gesamtdistanz oder auch Anzahl der Trainings – mit den neuen Statistiken bleibt keine Information mehr verborgen.
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Run.GPS LaufApp – der Klassiker unter den Apps

run_gps_logo

run.GPS mit dem dazu gehörigen Portal gps-sport.net ist der Klassiker unter den Laufapps. Leider ist es im Design und der Bedienung auch klassisch geblieben, technologisch überbietet es aber manch modern-bunten Nachfolger. Das garantiert alleine die ausgereifte Entwicklung, die seit nun mehr dreizehn Jahren konsequent an den wichtigen Stellen optimiert.

ZUSAMMENFASSUNG: NAVIGATION UND EXAKTE MESSUNG

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Laufapps ausführlich – was kann runtastic

Was kann die App runtastic? Wo sind ihre Grenzen? Wir nehmen die bekannteste Trainingsapp unter die Lupe. Bildschirm, Bedienung, Einstellungsmöglichkeiten, verwendetes Kartenmaterial, Messgenauigkeit und vieles weitere haben wir geprüft. Für ambitionierte Sportler die besten Tipps, um „ihre“ passende App zu finden.
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Messgenauigkeit bei Lauf Apps – ein ewiger Kampf

Und wieder fehlen drei Kilometer in der Statistik. Das kennt jeder, der zum Aufzeichnen seiner Laufstrecken eine App verwendet.
Wie genau sind diese eigentlich? Und wovon hängt die Genauigkeit ab?

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Unterschiedliche Genauigkeit bei gleicher Strecke (iPhone/endomondo, HTC/run.GPS, HTC/run.GPS bei Wolken)

Im Wesentlichen sind dies drei Faktoren:

  • Verfügbarkeit des Signals
  • Ausstattung des GPS Empfängers
  • Aufzeichnende App

Das GPS Signal

Die Verfügbarkeit des Signals kann der Anwender kaum steuern. Wenn der Himmel bewölkt ist oder man zwischen hohen Häuserschluchten her läuft, wird das Signal der Satelliten gedämpft oder zerstreut. Meine genauesten Messungen habe ich daher nahe liegender Weise auch an der Nordsee machen können.

gps_analys

 

Es gibt zahlreiche Apps, mit denen sich das GPS Signal genau untersuchen lässt. In der Regel werden dort die aktuell empfangenen Satelliten (es sollten mindestens acht sein) und die Ungenauigkeit angezeigt. Die Ungenauigkeit misst man üblicherweise in DOP (Dilution of Position. „Flüssigkeit“ der Messung). Diese sollte kleiner als sieben sein. Werte über 10 sind faktisch unbrauchbar. Einige Laufapps haben diese Informationen bereits integriert (z.B. run.GPS).

Der GPS Empfänger

Der GPS Empfänger, der die Satellitensignale auffangen muss spielt natürlich eine wichtige Rolle. Je größer desto schwächere Signale kann er auffangen. Da Laufapps auf Smartphones und iPhones laufen, kommt es auf die dort verbauten Chips an. Diese wurden bei allen Herstellern in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Eigene Erfahrungen konnte ich mit dem iPhone 5, HTC und Samsung Geräten sammeln. Dabei schnitten die HTC am besten ab, dicht gefolgt von dem iPhone. Bei Samsung traten immer wieder massive Messfehler unter sonst gleichen Bedingungen auf.

Viele Smartphones nutzen heute bereits mehr als ein Satelliten System. Neben den GPS Daten werden auch die Daten des russischen Glonass Systems verarbeitet.

Die Apps

Zu guter letzt tut auch die App einiges zur Messgenauigkeit hinzu. Einige Apps zeichnen beispielsweise weniger Messpunkte auf um so Akku zu sparen. Ein spezielles GPS Gerät wie zum Beispiel das Oregon 600 von Garmin misst ca. alle 1,5 Sekunden die Position. Ein Läufer mit einer Pace von 6 Min./km läuft in dieser Zeit ca. vier Meter. Mit einer Pace von 4:30 sind es schon fünfeinhalb Meter. Enthält diese Strecke eine Kurve, gehen einige Meter der Gesamtstrecke verloren. So wird eine kurvenreiche Strecke in der Regel kürzer vermessen, als sie tatsächlich ist.
Apps, die seltener als alle 1,5 Sekunden messen (z.B. Runtastic) sind naheliegend noch ungenauer.
Die größte Herausforderung für Apps ist es, die momentane Geschwindigkeit eines Läufers zu bestimmen. Dazu müssen Algorithmen verwendet werden, die auf Basis weniger Messpunkte einigermaßen die aktuelle Geschwindigkeit vorhersagen. Hier ist  aber wieder das Mobiltelefon mit einer Internetverbindung im Vorteil. Neben dem GPS Signal können weitere Signale verarbeitet werden, um die aktuelle Position zu bestimmen.

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Bei schlechtem Wetter oder zu wenig Messpunkten können vor allem kurvenreiche Strecken schlecht erfasst werden.

Fazit

Ganz klar lässt sich sagen: die mobilen Geräte haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte in Punkto Genauigkeit gemacht. Die vorhandenen Satellitennetzwerke werden sehr gut ausgenutzt und die Möglichkeiten der ständigen Datenverbindung erlauben eine weitere Verbesserung der Genauigkeit (wobei die reine Aufzeichnung einer Route selbstverständlich auch ohne eine Datenverbindung funktioniert).

In der Konsequenz werden mobile Geräte mit zunehmender Optimierung (z.B. auch durch Smartwatches) die Messung persönlicher Leistung dominieren. Wichtig ist, dass die bereit gestellten Apps nachziehen und die verfügbaren Daten vernünftig auswerten. Diese Herausforderung meistert jedes Programm unterschiedlich. Bei einigen Laufapps ist der Unterschied zwischen der topografischen Strecke und der gemessenen Strecke jetzt bereits unter einem Prozent und damit hinnehmbar gering.

Laufapp Abo als Weihnachtsgeschenk – Welches passt zu wem?

Fortschritte messen, Werte vergleichen oder auf ein läuferisches Ziel hinarbeiten: viele erledigen dies heute mit einer App auf ihrem Smartphone/iPhone. Das ist inzwischen sehr genau und zuverlässig möglich. Richtig spannende Details geben die Apps aber erst Preis, wenn man im zugehörigen Webportal ein Abo erwirbt. Dieses läuft in der Regel über einen, drei oder zwölf Monate, kostet einen regelmäßigen Beitrag – und stellt somit eine prima Idee für ein Weihnachtsgeschenk dar.

Wer aber seinem liebsten Laufpartner oder seiner liebsten Läuferin ein solches Abo schenken möchte, steht vor der Qual der Wahl: welches Portal ist geeignet? Vor einiger Zeit habe ich die preisliche Dimension dieser Portale bereits verglichen. Das kann man hier nachlesen: Der Laufapp Preisvergleich.

Nun eine kurze Übersicht, welches Portal inhaltlich zu welchem Typ passt.

Für Einsteiger.

Wer in das regelmäßige Training einsteigen möchte benötigt Motivationen und Unterstützung. Nicht viele Apps bieten dies in wirklich ausgereiftem Zustand an.

Weit vorne sind dabei die folgenden beiden:

Noom: Noom (www.noom.com) hat die Gesundheit der Anwender im Auge. Tatsächlich nehmen sich auch viele ihre Gesundheit zum Anlass, ins regelmäßige Laufen einzusteigen. Auch bei mir war dies der Grund, das Laufen nach einigen Jahren Pause wieder aufzunehmen. Dabei habe ich selber mit Noom den Wiedereinstieg gut gemeistert. Noom bietet neben einer Laufapp (Cardio Trainer) auch umfangreiche Motivationshilfen zur richtigen Ernährung und anderen Formen der Bewegung. Widmet man sich der App täglich einige Minuten, wird man sehr schnell ein besseres Verständnis für ein gesundes Leben bekommen. Und viel Bewegung gehört da definitiv dazu. Der Cardiotrainier ist für Einsteiger geeignet und verwirrt nicht mit ausführlichen Analysen. Er konzentriert sich auf das Wesentliche und belohnt alle, die bei der Stange bleiben. Leider ist die App nur für Android Systeme erhältlich.

runkeeper: Der runkeeper (www.runkeeper.com) ist ein Klassiker unter den Laufapps. Er zeichnet sich durch einfache Bedienung aus und begleitet Anfänger genauso wie Fortgeschrittene. Man merkt dieser App an, dass sie von Läufern für Läufer gemacht wurde. Dabei werden die Einsteiger nicht allein gelassen. Im Portal bietet die Aboversion viele Trainingspläne, die speziell auf den Einstieg zugeschnitten sind, egal ob man sich an die ersten fünf Kilometer heranwagt oder einfach nur Gewicht verlieren möchte. Zudem liefert runkeeper immer wieder fantastische Motivationen, die den nächsten Lauf leichter machen. Das Abo runkeeper Elite bietet zudem das Live verfolgen für Aktivitäten und sehr ausführliche Statistiken. Mit diesen lassen sich die aufgezeichneten Aktivitäten hervorragend nach verschiedenen Kriterien untersuchen. Somit kann auch der Anfänger schnell Schwachstellen im Training erkennen und Verbesserungspotenziale ausschöpfen. Hauptnachteil: runkeeper ist im Webportal komplett in englischer Sprache gehalten.

runkeeper_trainingsplans

Für Gelegenheitsläufer

Der Gelegenheitsläufer rennt ein- bis zwei Mal in der Woche los, im Urlaub auch mal häufiger. Er nimmt hin- und wieder an einem Wettbewerb teil, dies aber vor allem wegen des sozialen Charakters, nicht unbedingt wegen des Wettbewerbs. Das Aufzeichnen der Strecken ist weniger dem Ehrgeiz geschuldet, schneller zu werden. Es geht vielmehr darum, ein Lauftagebuch zu erhalten, mit dem man am Ende des Jahres nachschauen kann, was man geschafft hat – und wo man gelaufen ist. Aber wer weiß: vielleicht wird ja einmal mehr daraus.

Für den Gelegenheitsläufer gibt es eigentlich nur eine Antwort:

runtastic: runtastic (www.runtastic.com) ist inzwischen der Standard unter den Laufapps. Das bedeutet vor allem, dass die App weit verbreitet ist und man dort mit hoher Wahrscheinlichkeit Bekannte trifft. Durch den Erwerb der GOLD Mitgliedschaft bekommt man zusätzlich zur freien Version vor allem keine Werbung mehr eingeblendet, kann die aufgezeichneten Aktivitäten ausführlich und sehr intelligent mit Filtern zu aussagekräftigen Übersichten zusammen stellen und bekommt wöchentlich eine Leistungsübersicht per Mail. Außerdem kann man seine Läufe mit früheren Läufen oder mit Freunden vergleichen.

runtastic ist aber dennoch ganz klar eine App, die auf das breite Publikum zielt. Daher nichts für Sportler, die sich entwickeln möchten, Trainingspläne benötigen oder mit tiefergehenden Analysen mehr über ihr Trainingsverhalten erfahren möchten. Alle, die gelegentlich (ein- bis zwei Mal in der Woche) laufen gehen und darüber ein Tagebuch führen möchten, sei dieses Abo für drei Monate oder ein Jahr empfohlen.

Für alle, die mehr wollen

Wer den Einstieg hinter sich hat und mehr als zwei Mal in der Woche läuft wird bald feststellen, dass seine Anforderungen an ein Trainingstagebuch steigen. Darauf hat der Markt einige Antworten. Letztendlich wird es bei den ambitionierten Sportlern schwierig immer alles komplett abzudecken, weil jeder so seine Vorlieben hat. Dennoch haben sich einige Apps viele Gedanken gemacht und begleiten den Vielläufer gut dabei, herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Hier seinen nur die Bekanntesten vorgestellt.

endomondo: Neben runkeeper (auch für Fortgeschrittene geeignet) ist endomondo (www.endomondo.com) eindeutig der Favorit für die Ambitioniertenliga. endomondo bietet in der Premium Version neben der Werbefreiheit Trainingspläne, die auf den bisherigen Lauferfahrungen basieren, persönliches Coaching und einige nette Auswertungen. So können Premium Läufer ihre Ergebnisse mit anderen Läufern ihrer Altersklasse vergleichen. Sehr geeignet sind auch die Trainingspläne, die individuell auf den jeweiligen Nutzer abgestimmt werden und zudem Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten geben.

Vor die Wahl zwischen RunKeeper und endomondo gestellt  spricht für endomondo der reichere Funktionsumfang. Das Portal und die App sind zudem komplett in deutscher Sprache erhältlich.

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 Run.GPS: Diese App bietet kein Abomodell. Sie ist aber einerseits so leistungsstark und andererseits so teuer, dass ich sie trotzdem hier als Weihnachtsgeschenk empfehle. Zugegeben ist es die einzige App, bei der man die ein- oder andere Bedienung im Handbuch nachschlagen muss. Das ist aber ein geringer Preis für die hohe Flexibilität und Leistung, die dieses Paket mit sich bringt. Run.GPS ist die einzige App, die einen Routenplaner auf Basis von Open Street Map Kartenmaterial (genauer als Google Maps) mitbringt und zudem auch noch ein Navi für Fußgänger/Läufer enthält. Dieses liefert sprachgeführte Richtungsangaben zu einer vorab gespeicherten Route . Diese App lässt auch bei fortgeschrittenen Läufern keine Wünsche offen was die Verbindung zu Bluetooth Geräten angeht, außerdem können viele verschiedene Display Anzeigen komplett frei konfiguriert werden. Ganz klar: absolutes Liebhaberteil für den fortgeschrittenen Multisportler.

Die Anderen:

Außer den hier vorgestellten gibt es noch einige kostenlose Portale und natürlich die großen Markenanbieter. Bei den Markenanbietern zahlt man kein Geld, dafür aber hohe Transaktionskosten. Wer seine Läufe regelmäßig mit Nike+ oder miCoach von adidas aufzeichnet ist an diese Hersteller gebunden. Ein Wechsel zu einer anderen App oder einem anderen Portal ist mit sehr hohen (zeitlichen) Aufwänden verbunden.

Was guckst Du? Display Anzeigen von Laufapps.

Eines der wichtigsten Argumente für Läufer, irgendwann der App Good-bye zu sagen und zu einer Laufuhr zu greifen ist der Blick auf das Display. Zugegebenermaßen lassen sich wichtige Leistungswerte während des Laufs vom Handgelenk schnell ablesen, während ein am Oberarm getragenes Mobilgerät dazu eher ungeeignet ist.

Wer dennoch mit Apps läuft, dem wird es zudem von den App Entwicklern nicht leicht gemacht, trotzdem noch einen Blick auf die wichtigsten Daten zu erhaschen. Zum einen ist die Größe der Anzeige in der Regel nicht geeignet, tatsächlich etwas sehen zu können. Zum anderen ist die Flexibilität, die gewünschten Werte aufs Display zu legen, unterschiedlich ausgeprägt. Wir haben verglichen.

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Grundsätzlich: es ist möglich, während eines Laufes auf das Display zu schauen und dort einen sinnvollen Wert abzulesen. Voraussetzung dafür ist es, dass das Display möglichst flexibel konfigurierbar ist. Wenn die abzulesenden Werte in der Größe nicht skalierbar sind und nur an einer Stelle fixiert bleiben, wird es schwierig, in der Hitze des Gefechtes die richtige Information zu bekommen.

Hinsichtlich dieser Anforderungen ist Run.GPS klarer Favorit. Das Display lässt sich komplett frei konfigurieren und zeigt Werte in unterschiedlichen Größen an.

Das nicht jeder Läufer die gleichen Werte bevorzugt, haben inzwischen alle Apps verstanden. Die Werte auf dem Display lassen sich austauschen, die Auswahl der anzeigbaren Werte ist allerdings unterschiedlich groß. display_gps

Erstaunlich ist, dass die Markenhersteller Nike und adidas sich am wenigsten flexibel zeigen. Das nur für Android Systeme gebaute Sportstracklive zeigt neben Run.GPS die größte Vielfalt. Hier ein Überblick, welche App in welchem OS Kennzahlen konfigurierbar anzeigen kann. Geprüft wurden jeweils die bezahlten Versionen der Programme.

Können Kennzahlen im Display ausgetauscht werden? Wie viele Anzeigefelder gibt es für Kennzahlen?
(iOS/Android)
Wie viele Kennzahlen stehen zur flexiblen Anzeige zur Verfügung?
(iOS/Android)
Kann die Größe der Anzeige variiert werden?
runtastic Ja 4/5 5/13 Nein
run.GPS Ja 16* 91/91 Ja
endomondo Ja 4/4 7/12 Nein
runKeeper Nein 2/2 Nein
Sports Tracker Ja 8/8 13/13 Nein
Sportracklive Ja –/7 –/21 Nein
Nike+ Nein 3/3 Nein
miCoach Nein 4/6 Nein

* Diese maximal 16 Felder können auf 15 verschiedenen Bildschirmen untergebracht werden, so dass sich rein theoretisch alle in Run.GPS verfügbaren Kennzahlen darstellen lassen.

displays

Sicher, die wichtigsten Kennzahlen sind die gelaufene Distanz, ggf. die Uhrzeit (man möchte ungern zu spät nach Hause kommen) oder die aktuelle Pace. Trotzdem gewöhnt sich jeder Läufer an seine eigene Kennzahl, die ihm oder ihr halt besonders wichtig ist. Da bietet Run.GPS einfach die größte Auswahl. Einige Apps bieten neben den einfachen Kennzahlen noch die Information, in welcher Herzfrequenz man sich gerade befindet. endomondo sticht durch den besonderen Wert der „Hydration“ – der aktuelle Wasserverlust – heraus. In der folgenden Übersicht zeigen wir, welche Kennzahlen von welcher App angezeigt werden.

tabelle displayanalyse

Möchte man also während des Laufens seine Lieblingswerte auf dem Display sichtbar haben, ist Run.GPS sicherlich der Favorit. Leider hat dieser Vorteil einen hohen Preis: die App ist sehr technisch orientiert. Zwar ist die Konfiguration der Bildschirme denkbar einfach, die App besticht aber an anderen Stellen nicht gerade durch intuitive Bedienung. Dafür ist das dazugehörige Handbuch einfach gehalten und hilft in jeder Situation weiter. Ein dazu gehöriges Forum steht auch zur Verfügung, wenn überhaupt nichts mehr geht.

endomondo Trainingspläne – ein Real Life Test

Im August kündigte endomondo sein neues Feature an: ein Trainingsplan, der auf den im Portal gespeicherten Werten basiert. Spannende Geschichte, dachte ich mir. Und habe gleich angefangen, danach für den Simssee Halbmarathon zu trainieren.

Um es vorwegzunehmen: Prognostizierte Zielzeit von endomono: 1:40:20, erreichte Zeit: 1:40:53.

Ein sehr gutes Ergebnis bedenkt man, dass die Strecke einige Steigungen enthält, die es in sich haben. Der „Eckinger Berg“ bietet so beispielsweise teilweise fast 20 % Steigung und bringt den geneigten Läufer auf fast einem Kilometer Länge knapp vor dem Ziel nochmal an seine Grenzen.

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Ich habe den endomondo Trainingsplan relativ eng eingehalten. Sechs Trainingseinheiten werden als ausgefallen markiert: an diesen Tagen war ich sportlich mit anderen Mitteln unterwegs (Biken). Der elektronische Trainingsplan erlaubt es dann, das Training einfach als „durchgeführt“ zu deklarieren. Das ist sinnvoll bei einem Alternativtraining oder wenn einfach kein Gerät zum messen vorhanden war. Im Portal wird das prognostizierte Ergebnis immer an die aktuellen Leistungswerte des Läufers angepasst.

Sehr genial war vor allem auch die Möglichkeit des Imports. Die Trainingseinheiten, die ich nicht mit endomondo gemessen habe, konnte ich anschließend einfach importieren: sie wurden klaglos als Trainingseinheiten anerkannt. Großes Lob für diese Offenheit.

Die mit endomonodo durchgeführten Trainingseinheiten werden per Sprachunterstüztung durchgeführt. Eine grafische Abbildung verschafft einen Überblick darüber, was im Training geschieht: Tempointervalle, lange Läufe, kurze Sprints. Alles wir vorab in einer übersichtlichen Grafik sehr gut dargestellt. Die einzelnen Teile des Trainings (z.B. ein neues Intervall) werden durch einen Ton angekündigt, die Leistungswerte per Sprachansage durchgegeben.

Übersicht: grafische Darstellung einer Trainingseinheit.

Übersicht: grafische Darstellung einer Trainingseinheit.

Alles in allem hat der endomondo Trainingsplan mich immer wieder motiviert, mich an den Plan zu halten. Ich habe mit dem Ergebnis eine neue persönliche Bestzeit erreicht. Insgesamt kann ich das Training mit diesem Planer sehr empfehlen.

runtastic – der Branchenprimus

runtastic
Die runtastic App gibt es seit 2009. Seit Oktober 2013 ist sie mehrheitlich im Besitz des Hauses Springer – und man hat noch viel vor.

endomondo, Sports Tracker, runKeeper oder run.GPS gibt es schon Jahre länger, teilweise existieren diese Produkte bereits länger als es das iPhone gibt. Was hat runtastic richtig gemacht, dass es inzwischen auf fast jedem Mobilgerät zu finden ist? Was runtastic alles kann und was aus Anwendersicht besser laufen könnte, haben wir hier zusammengefasst.

runtastic: ein ausführlicher Review

Was aber haben die anderen Apps vermissen lassen, dass runtastic so viel erfolgreicher ist? Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche App sind

  • Einfachheit in der Anwendung
  • Sprachversionen/Internationalisierung
  • Geräteunabhängigkeit
  • Gezieltes Marketing für eine breit aufgestellte Zielgruppe

run.GPS aus München ist seit 2004 auf dem Markt, hat ein Navi für Fußgänger, ist Internationalisiert und trotzdem eher ein Nischenprodukt: die Bedienung erfordert zu viel Geduld vom Anwender. Trotzdem wirkt runtastic als hätte es das ein- oder andere Feature von der Nachbarapp abgeschaut.

endomondo aus Kopenhagen wurde 2007 als Sportcommunity gegründet. Es bietet viele Features für den regelmäßig trainierenden Sportler. Die Sprachversionen kamen allerdings recht spät und auch das Marketing konzentrierte sich zunächst auf eher ambitionierte Sporttreibende.

runKeeper ist viel mehr eine Community als ein Unternehmen. Die App wird sehr stark entlang der Bedürfnisse der Anwender entwickelt und diese bestehen hautptsächlich aus ambitionierten Anwendern. Internationale Versionen gibt es nicht.

Sports Tracker hat sich 2004 aus dem Umfeld von Nokia entwickelt und war damit prädestiniert, sich als App zu etablieren. Auch hier war man allerdings zu spät mit der Internationalisierung und zu schwach im Marketing – trotz des fortschrittlichen Layouts.



Runtastic - makes sports funtastic

Datenschutz bei Laufapps

Wer seine Aktivitäten mit einer App misst, überlässt viele individuelle Daten einem fremden Unternehmen. Gerade Daten aus einer App zur Verfolgung sportlicher Aktivitäten sind stark personenbezogen und lassen vertiefte Rückschlüsse auf einzelne Personen zu.

nicht_oeffentlich

Die Server, auf denen die Daten ausgewertet werden, stehen dabei in der Regel nicht in Deutschland – oftmals nicht einmal in der EU – und unterliegen damit nicht dem deutschen Datenschutz. Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) definiert Daten über die Gesundheit einer Person sogar als besonders schutzwürdig und fordert von Unternehmen, die mit solchen Daten umgehen, besondere Maßnahmen zum Schutz dieser Daten. Weiterlesen