Bluetooth SMART: lohnt sich der Umstieg schon?

Um es vorwegzunehmen: wer über die nächsten Jahre stabil seinen Puls aufzeichnen möchte, sollte zur Pulsuhr greifen…oder zur Stoppuhr.

Nicht, dass die aktuellen Geräte keine vernünftigen Ergebnisse liefern. Nur ändert sich dort immer noch einiges, so dass es in ein- oder zwei Jahren notwendig sein kann, ein neues Gerät zu erwerben. Smart- und iPhones verbinden sich in der Regel via Bluetooth mit einem Pulsmessgerät. Zwar gibt es auch die Alternative, eine ANT+ Schnittstelle zu verwenden. Diese ist auf aktuellen Geräten jedoch noch seltener zu finden, als aktuelle Bluetooth Adapter. Die erste Generation der Pulsgurte, die sich via Bluetooth mit einem mobilen Gerät verbinden konnten, hatte viele Nachteile. Ich hatte einen iWear Gurt von Polar und habe damit gerade mal eine Handvoll brauchbarer Ergebnisse produziert und dafür mindestens drei Batterien verbraucht. In der Regel war es mit dieser Generation nicht möglich, eine stabile Messung über mehr als eine Stunde Laufzeit zu erzeugen – von einem Halbmarathon ganz zu schweigen.

Nun wurde Bluetooth weiter entwickelt und wir finden das so genannte Bluetooth SMART auf vielen Geräten. Es wurde unter Android mit der Version 4.3 eingeführt. Das iPhone beherrscht diese Variante mit dem iPhone 4S, allen 5er und neueren Geräten.

Lohnt sich der Umstieg?

Der sehr große Vorteil der Bluetooth SMART Schnittstelle ist der geringe Energieverbrauch. Im Gegensatz zu früheren Modellen kommt man bei regelmäßigem Gebrauch angeblich bis zu zehn Jahre mit einer Batterie aus. Das bleibt zu überprüfen.

Wer im Besitz eines der genannten iPhone Modelle ist (4S oder höher) kann sich glücklich schätzen. Es gibt bereits eine Reihe von Apps, die Bluetooth SMART unterstützen und das Signal korrekt verarbeiten. Damit ist die Aufzeichnung ein richtiger Spaß, vor allem wer die Leiden der alten Gurte kennt. Egal ob runtastic, run.GPS, endomondo oder runkeeper – alle erzeugen eine kontinuierliche und sehr korrekte Messung der Herzfrequenz. Diese kann man sich während des Laufens ansagen lassen oder aber im Display sehen. Einige Apps wie miCoach, runtastic oder runkeeper geben auch Informationen über die Herzfrequenzzone preis, die natürlich erst mit so einer zuverlässigen Messung sinnvoll zu verwenden sind.

Etwas gedulden müssen sich noch die Besitzer eines Smartphones mit Android Betriebssystem. Während Samsung durch einen eigenen Patch die neue Schnittstelle bereits unterstützt, ist dies bei allen anderen Geräten nicht der Fall. Bisher hat nur die App BLE von John Pribble und der Sportstracker die Schnittstelle frei gegeben. Bei BLE funktioniert sie allerdings nicht zuverlässig, Sportstracker hat sie nur für Samsung Geräte freigegeben.

Bluetooth SMART mit Sportstracker

Lediglich der Sportstracker hat Bluetooth SMART in seiner App schon umgesetzt. Freigegeben wurde die Schnittstelle allerdings nur für Samsung Geräte.

Fazit: Wer ein iPhone 4S oder höher besitzt und gerne nach Puls mit seiner Lieblingsapp trainieren möchte sollte unbedingt auf Bluetooth SMART wechseln. Wer ein Android basiertes Gerät besitzt sollte lieber noch warten, bis die letzten Probleme behoben sind.

Empfehlen kann ich das herstellerunabhängige Bluetooth SMART Gerät BlueLeza. Ein Review hierzu folgt.

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