Laufend Lesen – Das Laufbuch aus der Süddeutschen Zeitung Edition

Es gibt viele Laufbücher. Keines ist so lustig wie dieses.

Lustig? Genau, Lustig. Während die meisten an den Läufer gerichteten Bücher vor Ernsthaftigkeit nur so triefen, kommt das Laufbuch von Martin Grüning, Jochen Temsch und Urs Weberlocker flockig mit einer großen Portion Humor daher. So zum Beispiel der Ratschlag für die Pasta-Party am Marathon Vorabend:

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Laufapps ausführlich – was kann runtastic

Was kann die App runtastic? Wo sind ihre Grenzen? Wir nehmen die bekannteste Trainingsapp unter die Lupe. Bildschirm, Bedienung, Einstellungsmöglichkeiten, verwendetes Kartenmaterial, Messgenauigkeit und vieles weitere haben wir geprüft. Für ambitionierte Sportler die besten Tipps, um „ihre“ passende App zu finden.
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Die Kartoffel – Bänder und Sehnen stärken

Wußtet Ihr, dass Kartoffeln dabei helfen können, Eure Bänder und Sehnen zu stärken? Allerdings nur die Biokartoffel. Warum?

Kartoffelvarietäten (Quelle: Wikipedia)

Die Schale der Kartoffel enthält ordentlich Kieselsäure. Kieselsäure wiederum bewirkt eine bessere Festigkeit und Belastbarkeit der Bänder und Sehnen. Ähnlich wie der bei Läufern beliebte Ackerschachtelhalm liefert die Kartoffel reichlich davon. Und bei der Biokartoffel kann man die Schale sorglos mitessen. Gleichzeitig hilft die Kieselsäure auch bei der Krebsvorsorge. Der tägliche Bedarf ist umstritten (eine Unterversorgung wurde bisher noch nie festgestellt), liegt nach Schätzungen aber bei 10 bis 40 mg. Die Kartoffel enthält ca. 60 mg. auf einem Kilo. Wer als Läufer seine Achillessehne, Knorpel und anderes Bindegewebe ernährungsseitig unterstützen will, kann auch auf die tägliche Portion Haferflocken bauen. Hafer enthält 400 mg Kieselsäure pro Kilo.

 

Also ran an den Herd: hier ein Rezept für Läufer – kieselsäurereich und ein prima Karboloading nach dem Langen Lauf am Wochenende:

Damit die Familie mitessen kann, für vier Personen.

  • ca. 1,5 kg Kartoffeln
  • 2 EL Olivenöl
  • 500 Gramm Magerquark, Kräuter der Saison, Salz Pfeffer, 2 Knoblauchzehen
  • 100-150 ml Frischmilch
  • Salat der Saison, ggf. Champions
  • 4 Eier

 

Zubereitung

Die Kartoffeln werden ungeschäl (aber gewaschen 😉 ) in mundgerechte Scheiben geschnitten (daumendick). Diese Scheiben dann auf einem Backblech verteilen und mit Öl bestreichen. Im Backofen bei höchster Stufe zwischen 30 und 50 Minuten backen. Wen sie leicht braun und etwas crossig werden, sind sie gut. Das hängt aber von den Vorlieben ab.
Der Kräuterquark wird aus Magerquark, Frischmilch und den Gewürzen zubereitet. Alles in einer Schüssel verrühren, den Knoblauch hinein drücken und mit dem Salat servieren.
Um das Karboloading mit einer ordentlichen Eiweiß Portion abzurunden, bekommt jeder ein Spiegelei dazu.

Guten Appetit

Messgenauigkeit bei Lauf Apps – ein ewiger Kampf

Und wieder fehlen drei Kilometer in der Statistik. Das kennt jeder, der zum Aufzeichnen seiner Laufstrecken eine App verwendet.
Wie genau sind diese eigentlich? Und wovon hängt die Genauigkeit ab?

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Unterschiedliche Genauigkeit bei gleicher Strecke (iPhone/endomondo, HTC/run.GPS, HTC/run.GPS bei Wolken)

Im Wesentlichen sind dies drei Faktoren:

  • Verfügbarkeit des Signals
  • Ausstattung des GPS Empfängers
  • Aufzeichnende App

Das GPS Signal

Die Verfügbarkeit des Signals kann der Anwender kaum steuern. Wenn der Himmel bewölkt ist oder man zwischen hohen Häuserschluchten her läuft, wird das Signal der Satelliten gedämpft oder zerstreut. Meine genauesten Messungen habe ich daher nahe liegender Weise auch an der Nordsee machen können.

gps_analys

 

Es gibt zahlreiche Apps, mit denen sich das GPS Signal genau untersuchen lässt. In der Regel werden dort die aktuell empfangenen Satelliten (es sollten mindestens acht sein) und die Ungenauigkeit angezeigt. Die Ungenauigkeit misst man üblicherweise in DOP (Dilution of Position. „Flüssigkeit“ der Messung). Diese sollte kleiner als sieben sein. Werte über 10 sind faktisch unbrauchbar. Einige Laufapps haben diese Informationen bereits integriert (z.B. run.GPS).

Der GPS Empfänger

Der GPS Empfänger, der die Satellitensignale auffangen muss spielt natürlich eine wichtige Rolle. Je größer desto schwächere Signale kann er auffangen. Da Laufapps auf Smartphones und iPhones laufen, kommt es auf die dort verbauten Chips an. Diese wurden bei allen Herstellern in den vergangenen Jahren deutlich verbessert. Eigene Erfahrungen konnte ich mit dem iPhone 5, HTC und Samsung Geräten sammeln. Dabei schnitten die HTC am besten ab, dicht gefolgt von dem iPhone. Bei Samsung traten immer wieder massive Messfehler unter sonst gleichen Bedingungen auf.

Viele Smartphones nutzen heute bereits mehr als ein Satelliten System. Neben den GPS Daten werden auch die Daten des russischen Glonass Systems verarbeitet.

Die Apps

Zu guter letzt tut auch die App einiges zur Messgenauigkeit hinzu. Einige Apps zeichnen beispielsweise weniger Messpunkte auf um so Akku zu sparen. Ein spezielles GPS Gerät wie zum Beispiel das Oregon 600 von Garmin misst ca. alle 1,5 Sekunden die Position. Ein Läufer mit einer Pace von 6 Min./km läuft in dieser Zeit ca. vier Meter. Mit einer Pace von 4:30 sind es schon fünfeinhalb Meter. Enthält diese Strecke eine Kurve, gehen einige Meter der Gesamtstrecke verloren. So wird eine kurvenreiche Strecke in der Regel kürzer vermessen, als sie tatsächlich ist.
Apps, die seltener als alle 1,5 Sekunden messen (z.B. Runtastic) sind naheliegend noch ungenauer.
Die größte Herausforderung für Apps ist es, die momentane Geschwindigkeit eines Läufers zu bestimmen. Dazu müssen Algorithmen verwendet werden, die auf Basis weniger Messpunkte einigermaßen die aktuelle Geschwindigkeit vorhersagen. Hier ist  aber wieder das Mobiltelefon mit einer Internetverbindung im Vorteil. Neben dem GPS Signal können weitere Signale verarbeitet werden, um die aktuelle Position zu bestimmen.

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Bei schlechtem Wetter oder zu wenig Messpunkten können vor allem kurvenreiche Strecken schlecht erfasst werden.

Fazit

Ganz klar lässt sich sagen: die mobilen Geräte haben in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte in Punkto Genauigkeit gemacht. Die vorhandenen Satellitennetzwerke werden sehr gut ausgenutzt und die Möglichkeiten der ständigen Datenverbindung erlauben eine weitere Verbesserung der Genauigkeit (wobei die reine Aufzeichnung einer Route selbstverständlich auch ohne eine Datenverbindung funktioniert).

In der Konsequenz werden mobile Geräte mit zunehmender Optimierung (z.B. auch durch Smartwatches) die Messung persönlicher Leistung dominieren. Wichtig ist, dass die bereit gestellten Apps nachziehen und die verfügbaren Daten vernünftig auswerten. Diese Herausforderung meistert jedes Programm unterschiedlich. Bei einigen Laufapps ist der Unterschied zwischen der topografischen Strecke und der gemessenen Strecke jetzt bereits unter einem Prozent und damit hinnehmbar gering.