Charityläufe

Mitgemacht haben sicher die meisten Läufer bereits bei einem: Spenden- oder Charityläufe sind eine immer gern gesehene Möglichkeit, das Hobby mit einem guten Zweck zu verbinden. Gesammelt wird für den Nachbarschaftsverein, die Wohlfahrt oder eine konkrete Katastrophe wie zur Zeit auf den Philippinen. Ihren Höhepunkt haben diese Läufe im Sommer oder Herbst, die Vorbereitung eines solchen Laufes beginnt aber in der Regel ein halbes Jahr wenn nicht gar Jahre vorher.

Wer mit dem Gedanken spielt  – gerade um die Weihnachtszeit herum liegt so etwas ja nahe – selber einen Wohltätigkeitslauf zu veranstalten, dem sei das Buch „Beweg Dich, um zu Bewegen!“ von Charly Weiper ans Herz gelegt. Er hat 2010 einen Lauf zu Gunsten der Opfer von Srebenica organisiert.

Sein Lauf war nicht irgendein Lauf, kein 10km oder Halbmarathon im Zeichen einer guten Sache. Charly Weiper ist im Sommer 2010 aus dem Münsterland in Norddeutschland bis nach Srebenica in Bosnien-Herzegowina gelaufen. Fast 1.800 Kilometer.

So ein Projekt braucht eine gute Vorbereitung. Auch wenn nicht jeder gleich über Wochen jeden Tag mehr oder weniger einen Marathon lang auf der Straße verbringen möchte: in diesem Buch erfährt man viel von den Dingen, die schief gehen können und den Erlebnissen, die einem widerfahren können – unabhängig davon, ob man einen oder 57 Tage für eine gute Sache läuft.

„Ein Tipp für jeden, der Charity Läufe organisieren will: Lasst die Behörden aus dem Spiel!!“, ist einer der Ratschläge, die Charly uns in seinem Buch mitgibt. Warum sie in manchen Gemeinden vor verschlossenen Türen standen und in anderen herzlich begrüßt wurden und warum man von Menschen nicht gemocht wird, auch wenn man für eine gute Sache läuft, beschreibt Charly Weiper in seinem Erlebnisbericht eindrücklich.

Wer einen Spendenlauf organisieren will findet in dem Buch gute Hinweise und Gedankenstützen, woran man alles denken könnte. Dinge die nicht so gut funktionieren oder andere von denen man denkt, das sie eigentlich funktionieren sollten, kann man hier genau so erfahren.

Wer Interesse an Charlys Buch hat kann es bei uns auf Nachfrage erhalten.

 

Bluetooth SMART: lohnt sich der Umstieg schon?

Um es vorwegzunehmen: wer über die nächsten Jahre stabil seinen Puls aufzeichnen möchte, sollte zur Pulsuhr greifen…oder zur Stoppuhr.

Nicht, dass die aktuellen Geräte keine vernünftigen Ergebnisse liefern. Nur ändert sich dort immer noch einiges, so dass es in ein- oder zwei Jahren notwendig sein kann, ein neues Gerät zu erwerben. Smart- und iPhones verbinden sich in der Regel via Bluetooth mit einem Pulsmessgerät. Zwar gibt es auch die Alternative, eine ANT+ Schnittstelle zu verwenden. Diese ist auf aktuellen Geräten jedoch noch seltener zu finden, als aktuelle Bluetooth Adapter. Die erste Generation der Pulsgurte, die sich via Bluetooth mit einem mobilen Gerät verbinden konnten, hatte viele Nachteile. Ich hatte einen iWear Gurt von Polar und habe damit gerade mal eine Handvoll brauchbarer Ergebnisse produziert und dafür mindestens drei Batterien verbraucht. In der Regel war es mit dieser Generation nicht möglich, eine stabile Messung über mehr als eine Stunde Laufzeit zu erzeugen – von einem Halbmarathon ganz zu schweigen.

Nun wurde Bluetooth weiter entwickelt und wir finden das so genannte Bluetooth SMART auf vielen Geräten. Es wurde unter Android mit der Version 4.3 eingeführt. Das iPhone beherrscht diese Variante mit dem iPhone 4S, allen 5er und neueren Geräten.

Lohnt sich der Umstieg?

Der sehr große Vorteil der Bluetooth SMART Schnittstelle ist der geringe Energieverbrauch. Im Gegensatz zu früheren Modellen kommt man bei regelmäßigem Gebrauch angeblich bis zu zehn Jahre mit einer Batterie aus. Das bleibt zu überprüfen.

Wer im Besitz eines der genannten iPhone Modelle ist (4S oder höher) kann sich glücklich schätzen. Es gibt bereits eine Reihe von Apps, die Bluetooth SMART unterstützen und das Signal korrekt verarbeiten. Damit ist die Aufzeichnung ein richtiger Spaß, vor allem wer die Leiden der alten Gurte kennt. Egal ob runtastic, run.GPS, endomondo oder runkeeper – alle erzeugen eine kontinuierliche und sehr korrekte Messung der Herzfrequenz. Diese kann man sich während des Laufens ansagen lassen oder aber im Display sehen. Einige Apps wie miCoach, runtastic oder runkeeper geben auch Informationen über die Herzfrequenzzone preis, die natürlich erst mit so einer zuverlässigen Messung sinnvoll zu verwenden sind.

Etwas gedulden müssen sich noch die Besitzer eines Smartphones mit Android Betriebssystem. Während Samsung durch einen eigenen Patch die neue Schnittstelle bereits unterstützt, ist dies bei allen anderen Geräten nicht der Fall. Bisher hat nur die App BLE von John Pribble und der Sportstracker die Schnittstelle frei gegeben. Bei BLE funktioniert sie allerdings nicht zuverlässig, Sportstracker hat sie nur für Samsung Geräte freigegeben.

Bluetooth SMART mit Sportstracker

Lediglich der Sportstracker hat Bluetooth SMART in seiner App schon umgesetzt. Freigegeben wurde die Schnittstelle allerdings nur für Samsung Geräte.

Fazit: Wer ein iPhone 4S oder höher besitzt und gerne nach Puls mit seiner Lieblingsapp trainieren möchte sollte unbedingt auf Bluetooth SMART wechseln. Wer ein Android basiertes Gerät besitzt sollte lieber noch warten, bis die letzten Probleme behoben sind.

Empfehlen kann ich das herstellerunabhängige Bluetooth SMART Gerät BlueLeza. Ein Review hierzu folgt.

Laufapp Abo als Weihnachtsgeschenk – Welches passt zu wem?

Fortschritte messen, Werte vergleichen oder auf ein läuferisches Ziel hinarbeiten: viele erledigen dies heute mit einer App auf ihrem Smartphone/iPhone. Das ist inzwischen sehr genau und zuverlässig möglich. Richtig spannende Details geben die Apps aber erst Preis, wenn man im zugehörigen Webportal ein Abo erwirbt. Dieses läuft in der Regel über einen, drei oder zwölf Monate, kostet einen regelmäßigen Beitrag – und stellt somit eine prima Idee für ein Weihnachtsgeschenk dar.

Wer aber seinem liebsten Laufpartner oder seiner liebsten Läuferin ein solches Abo schenken möchte, steht vor der Qual der Wahl: welches Portal ist geeignet? Vor einiger Zeit habe ich die preisliche Dimension dieser Portale bereits verglichen. Das kann man hier nachlesen: Der Laufapp Preisvergleich.

Nun eine kurze Übersicht, welches Portal inhaltlich zu welchem Typ passt.

Für Einsteiger.

Wer in das regelmäßige Training einsteigen möchte benötigt Motivationen und Unterstützung. Nicht viele Apps bieten dies in wirklich ausgereiftem Zustand an.

Weit vorne sind dabei die folgenden beiden:

Noom: Noom (www.noom.com) hat die Gesundheit der Anwender im Auge. Tatsächlich nehmen sich auch viele ihre Gesundheit zum Anlass, ins regelmäßige Laufen einzusteigen. Auch bei mir war dies der Grund, das Laufen nach einigen Jahren Pause wieder aufzunehmen. Dabei habe ich selber mit Noom den Wiedereinstieg gut gemeistert. Noom bietet neben einer Laufapp (Cardio Trainer) auch umfangreiche Motivationshilfen zur richtigen Ernährung und anderen Formen der Bewegung. Widmet man sich der App täglich einige Minuten, wird man sehr schnell ein besseres Verständnis für ein gesundes Leben bekommen. Und viel Bewegung gehört da definitiv dazu. Der Cardiotrainier ist für Einsteiger geeignet und verwirrt nicht mit ausführlichen Analysen. Er konzentriert sich auf das Wesentliche und belohnt alle, die bei der Stange bleiben. Leider ist die App nur für Android Systeme erhältlich.

runkeeper: Der runkeeper (www.runkeeper.com) ist ein Klassiker unter den Laufapps. Er zeichnet sich durch einfache Bedienung aus und begleitet Anfänger genauso wie Fortgeschrittene. Man merkt dieser App an, dass sie von Läufern für Läufer gemacht wurde. Dabei werden die Einsteiger nicht allein gelassen. Im Portal bietet die Aboversion viele Trainingspläne, die speziell auf den Einstieg zugeschnitten sind, egal ob man sich an die ersten fünf Kilometer heranwagt oder einfach nur Gewicht verlieren möchte. Zudem liefert runkeeper immer wieder fantastische Motivationen, die den nächsten Lauf leichter machen. Das Abo runkeeper Elite bietet zudem das Live verfolgen für Aktivitäten und sehr ausführliche Statistiken. Mit diesen lassen sich die aufgezeichneten Aktivitäten hervorragend nach verschiedenen Kriterien untersuchen. Somit kann auch der Anfänger schnell Schwachstellen im Training erkennen und Verbesserungspotenziale ausschöpfen. Hauptnachteil: runkeeper ist im Webportal komplett in englischer Sprache gehalten.

runkeeper_trainingsplans

Für Gelegenheitsläufer

Der Gelegenheitsläufer rennt ein- bis zwei Mal in der Woche los, im Urlaub auch mal häufiger. Er nimmt hin- und wieder an einem Wettbewerb teil, dies aber vor allem wegen des sozialen Charakters, nicht unbedingt wegen des Wettbewerbs. Das Aufzeichnen der Strecken ist weniger dem Ehrgeiz geschuldet, schneller zu werden. Es geht vielmehr darum, ein Lauftagebuch zu erhalten, mit dem man am Ende des Jahres nachschauen kann, was man geschafft hat – und wo man gelaufen ist. Aber wer weiß: vielleicht wird ja einmal mehr daraus.

Für den Gelegenheitsläufer gibt es eigentlich nur eine Antwort:

runtastic: runtastic (www.runtastic.com) ist inzwischen der Standard unter den Laufapps. Das bedeutet vor allem, dass die App weit verbreitet ist und man dort mit hoher Wahrscheinlichkeit Bekannte trifft. Durch den Erwerb der GOLD Mitgliedschaft bekommt man zusätzlich zur freien Version vor allem keine Werbung mehr eingeblendet, kann die aufgezeichneten Aktivitäten ausführlich und sehr intelligent mit Filtern zu aussagekräftigen Übersichten zusammen stellen und bekommt wöchentlich eine Leistungsübersicht per Mail. Außerdem kann man seine Läufe mit früheren Läufen oder mit Freunden vergleichen.

runtastic ist aber dennoch ganz klar eine App, die auf das breite Publikum zielt. Daher nichts für Sportler, die sich entwickeln möchten, Trainingspläne benötigen oder mit tiefergehenden Analysen mehr über ihr Trainingsverhalten erfahren möchten. Alle, die gelegentlich (ein- bis zwei Mal in der Woche) laufen gehen und darüber ein Tagebuch führen möchten, sei dieses Abo für drei Monate oder ein Jahr empfohlen.

Für alle, die mehr wollen

Wer den Einstieg hinter sich hat und mehr als zwei Mal in der Woche läuft wird bald feststellen, dass seine Anforderungen an ein Trainingstagebuch steigen. Darauf hat der Markt einige Antworten. Letztendlich wird es bei den ambitionierten Sportlern schwierig immer alles komplett abzudecken, weil jeder so seine Vorlieben hat. Dennoch haben sich einige Apps viele Gedanken gemacht und begleiten den Vielläufer gut dabei, herauszufinden, was wirklich wichtig ist. Hier seinen nur die Bekanntesten vorgestellt.

endomondo: Neben runkeeper (auch für Fortgeschrittene geeignet) ist endomondo (www.endomondo.com) eindeutig der Favorit für die Ambitioniertenliga. endomondo bietet in der Premium Version neben der Werbefreiheit Trainingspläne, die auf den bisherigen Lauferfahrungen basieren, persönliches Coaching und einige nette Auswertungen. So können Premium Läufer ihre Ergebnisse mit anderen Läufern ihrer Altersklasse vergleichen. Sehr geeignet sind auch die Trainingspläne, die individuell auf den jeweiligen Nutzer abgestimmt werden und zudem Hinweise auf Verbesserungsmöglichkeiten geben.

Vor die Wahl zwischen RunKeeper und endomondo gestellt  spricht für endomondo der reichere Funktionsumfang. Das Portal und die App sind zudem komplett in deutscher Sprache erhältlich.

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 Run.GPS: Diese App bietet kein Abomodell. Sie ist aber einerseits so leistungsstark und andererseits so teuer, dass ich sie trotzdem hier als Weihnachtsgeschenk empfehle. Zugegeben ist es die einzige App, bei der man die ein- oder andere Bedienung im Handbuch nachschlagen muss. Das ist aber ein geringer Preis für die hohe Flexibilität und Leistung, die dieses Paket mit sich bringt. Run.GPS ist die einzige App, die einen Routenplaner auf Basis von Open Street Map Kartenmaterial (genauer als Google Maps) mitbringt und zudem auch noch ein Navi für Fußgänger/Läufer enthält. Dieses liefert sprachgeführte Richtungsangaben zu einer vorab gespeicherten Route . Diese App lässt auch bei fortgeschrittenen Läufern keine Wünsche offen was die Verbindung zu Bluetooth Geräten angeht, außerdem können viele verschiedene Display Anzeigen komplett frei konfiguriert werden. Ganz klar: absolutes Liebhaberteil für den fortgeschrittenen Multisportler.

Die Anderen:

Außer den hier vorgestellten gibt es noch einige kostenlose Portale und natürlich die großen Markenanbieter. Bei den Markenanbietern zahlt man kein Geld, dafür aber hohe Transaktionskosten. Wer seine Läufe regelmäßig mit Nike+ oder miCoach von adidas aufzeichnet ist an diese Hersteller gebunden. Ein Wechsel zu einer anderen App oder einem anderen Portal ist mit sehr hohen (zeitlichen) Aufwänden verbunden.