Endlich kein Gewackel mehr – der Bose SIE2 Kopfhörer für Läufer

Der Bose ® SIE2 Sport Kopfhörer ® ist etwas für den gehobenen Genuss. Ich habe ihn gesehen, gekauft und war begeistert. Seinen stolzen Preis von fast 150 Euro (UVP) hat man nach der ersten Anwendung verdrängt. Das Telefonieren während des Laufes funktioniert hervorragend, Wind wird fast unhörbar und der Klang ist – wie bei dem Hersteller nicht anders zu erwarten – ausgezeichnet.

Tragekomfort: Bose hat sich für den sicheren Halt der Kopfhörer etwas neues ausgedacht. Anstatt die Bügel über die Ohrmuschel zu legen, werden kleine Bügel über das äußere Ende des Gehörgangs gelegt. Da hier insgesamt alles etwas „enger“ ist, sitzen die Hörer deutlich fester als bei einem Ohrbügel in der klassischen Fertigung.

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Diese etwas waghalsig anmutende Konstruktion sitzt auch bei schnellen Läufen sehr sicher und fest. Der Hersteller liefert den Bügel in drei Größen mit, der Austausch ist unkompliziert durchzuführen. Interessanter Weise ist vom Fahrtwind nichts zu hören, dennoch werden die Geräusche von außen nicht komplett unterdrückt (was ja oft auch unangenehm ist). Die Hörer lassen sich schnell und sich am Ohr justieren. Bose nennt diese neue Art der Befestigung StayHear® Technologie.

Klang: Der Klang ist ausgezeichnet. Satte Baßtöne sind ebenso gut hörbar wie ausgewogene Höhen. Ich habe klassische Musik und aktuelle Sounds damit gehört und war immer wieder über den Klang erstaunt. Die Höhen werden nicht verzerrt oder übertrieben abgespielt, der Bass klang rund und ausreichend satt. Volle Punktzahl.

Mikrofon: Ich hatte einige Telefonate, bei denen die Angerufenen erstaunt waren, als ich ihnen nach einigen Minuten eröffnete, ich sein am joggen. Das Mikrofon überträgt genau das, was es soll: die Sprache. Großartig. In der „i“ Version der Hörer lässt sich mit den am Mikrofon angebrachten Schaltern auch ein iPhone steuern. Die Lautstärke kann ebenso geregelt werden wie das ansteuern der Songs.

Zubehör: Der Kopfhörer wird zusammen mit einer Oberarm Tasche von Reebok ausgeliefert. Diese nimmt das iPhone problemlos in sich auf. Was mir sehr gut gefällt: Der Verschluss der Tasche ist so gearbeitet, dass sie nicht nur am Oberarm getragen werden kann. In der Verwendung mit der App Run.GPS habe ich so ein perfektes Navi für die Laufstrecke:

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Der Kopfhörer in der „i“-Variante kann explizit mit dem iPhone zusammen verwendet werden. Er hört sich auch in einem Android Phone gut an, dort funktioniert aber die Steuerung der Schalter nicht in der gleichen Form. Die kostet ca. 30 Euro weniger (119 EUR UVP).

Was guckst Du? Display Anzeigen von Laufapps.

Eines der wichtigsten Argumente für Läufer, irgendwann der App Good-bye zu sagen und zu einer Laufuhr zu greifen ist der Blick auf das Display. Zugegebenermaßen lassen sich wichtige Leistungswerte während des Laufs vom Handgelenk schnell ablesen, während ein am Oberarm getragenes Mobilgerät dazu eher ungeeignet ist.

Wer dennoch mit Apps läuft, dem wird es zudem von den App Entwicklern nicht leicht gemacht, trotzdem noch einen Blick auf die wichtigsten Daten zu erhaschen. Zum einen ist die Größe der Anzeige in der Regel nicht geeignet, tatsächlich etwas sehen zu können. Zum anderen ist die Flexibilität, die gewünschten Werte aufs Display zu legen, unterschiedlich ausgeprägt. Wir haben verglichen.

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Grundsätzlich: es ist möglich, während eines Laufes auf das Display zu schauen und dort einen sinnvollen Wert abzulesen. Voraussetzung dafür ist es, dass das Display möglichst flexibel konfigurierbar ist. Wenn die abzulesenden Werte in der Größe nicht skalierbar sind und nur an einer Stelle fixiert bleiben, wird es schwierig, in der Hitze des Gefechtes die richtige Information zu bekommen.

Hinsichtlich dieser Anforderungen ist Run.GPS klarer Favorit. Das Display lässt sich komplett frei konfigurieren und zeigt Werte in unterschiedlichen Größen an.

Das nicht jeder Läufer die gleichen Werte bevorzugt, haben inzwischen alle Apps verstanden. Die Werte auf dem Display lassen sich austauschen, die Auswahl der anzeigbaren Werte ist allerdings unterschiedlich groß. display_gps

Erstaunlich ist, dass die Markenhersteller Nike und adidas sich am wenigsten flexibel zeigen. Das nur für Android Systeme gebaute Sportstracklive zeigt neben Run.GPS die größte Vielfalt. Hier ein Überblick, welche App in welchem OS Kennzahlen konfigurierbar anzeigen kann. Geprüft wurden jeweils die bezahlten Versionen der Programme.

Können Kennzahlen im Display ausgetauscht werden? Wie viele Anzeigefelder gibt es für Kennzahlen?
(iOS/Android)
Wie viele Kennzahlen stehen zur flexiblen Anzeige zur Verfügung?
(iOS/Android)
Kann die Größe der Anzeige variiert werden?
runtastic Ja 4/5 5/13 Nein
run.GPS Ja 16* 91/91 Ja
endomondo Ja 4/4 7/12 Nein
runKeeper Nein 2/2 Nein
Sports Tracker Ja 8/8 13/13 Nein
Sportracklive Ja –/7 –/21 Nein
Nike+ Nein 3/3 Nein
miCoach Nein 4/6 Nein

* Diese maximal 16 Felder können auf 15 verschiedenen Bildschirmen untergebracht werden, so dass sich rein theoretisch alle in Run.GPS verfügbaren Kennzahlen darstellen lassen.

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Sicher, die wichtigsten Kennzahlen sind die gelaufene Distanz, ggf. die Uhrzeit (man möchte ungern zu spät nach Hause kommen) oder die aktuelle Pace. Trotzdem gewöhnt sich jeder Läufer an seine eigene Kennzahl, die ihm oder ihr halt besonders wichtig ist. Da bietet Run.GPS einfach die größte Auswahl. Einige Apps bieten neben den einfachen Kennzahlen noch die Information, in welcher Herzfrequenz man sich gerade befindet. endomondo sticht durch den besonderen Wert der „Hydration“ – der aktuelle Wasserverlust – heraus. In der folgenden Übersicht zeigen wir, welche Kennzahlen von welcher App angezeigt werden.

tabelle displayanalyse

Möchte man also während des Laufens seine Lieblingswerte auf dem Display sichtbar haben, ist Run.GPS sicherlich der Favorit. Leider hat dieser Vorteil einen hohen Preis: die App ist sehr technisch orientiert. Zwar ist die Konfiguration der Bildschirme denkbar einfach, die App besticht aber an anderen Stellen nicht gerade durch intuitive Bedienung. Dafür ist das dazugehörige Handbuch einfach gehalten und hilft in jeder Situation weiter. Ein dazu gehöriges Forum steht auch zur Verfügung, wenn überhaupt nichts mehr geht.

Laufgeschenke – die Eröffnung

Seit einigen Tagen ist unser Shop www.laufgeschenke.de online. Wir hatten eine spannende erste Woche, so dass ich im heutigen Blogbeitrag darüber berichte…zu vielen anderen Dingen bin ich nämlich nicht gekommen.

Seitdem ich selber laufe habe ich den Eindruck, um mich herum hat die halbe Welt damit angefangen, sich ehrgeizige Laufziele zu setzen. 10km, Halbmarathon, Marathon, Hamburg, Frankfurt, New York. Fast überall finde ich Gesprächspartner zu diesen und anderen Themen, welche die Läuferwelt bewegen.

Eine Lücke habe ich wahrgenommen: im Alltag seinem geliebten Hobby ein äußeres Zeichen geben – dazu gibt es wenig Möglichkeiten. Ich habe mir für mein Büro ein schönes Poster an der Wand gewünscht, so komme ich mit Leuten ins Gespräch trotz Krawatte und Anzug. Oder ein Schmuckstück mit Bezug zum Sport, das man gerne verschenkt. All das findet man eher wenig.

Postkarten mit den Marathonstrecken der großen Läufe.

Postkarten mit den Marathonstrecken der großen Läufe.

Also: etwas Geld in die Hand genommen, ein sehr geniales Designerteam ausfindig gemacht und mit meinen Erfahrungen aus der IT Beratung in der Hinterhand in ein neues Projekt gestürzt. Das Ergebnis: www.laufgeschenke.de

Es war ein spannender Weg bis hier her. Die üblichen Herausforderungen in der IT, die rechtlichen Voraussetzungen, wenn man anderen Menschen etwas verkaufen möchte, Marketing und Logistik. Da kommt einiges zusammen. Und immer wieder der Gedanke: werden andere Menschen das überhaupt mögen?

Als alles eingerichtet war und die ersten Bestellungen eingingen war die Erleichterung groß – es läuft. Es gibt noch Ecken und Kanten und unsere Lernkurve ist weiterhin groß. Aber: es macht Spaß. Mein Team und ich finden es großartig, anderen Leuten mit schönen Dingen eine Freude machen zu können. Und ich freue mich, dass so viele Menschen weltweit Freude am Laufen haben.

Keep on running….

Dubro

Schreie in der Zielzone

Moosen am Simssee, Samstag 19.10.2013 um 16:38 Uhr. Vor guten zehn Minuten habe ich mich den berüchtigten “Eckinger Berg“ hochgequält. Dort hebt sich dass Alpenvorland auf kurzer Distanz vom Simssee ab und erzeugt so eine Steigung von fast 20%. Wie ich es schaffe, ein Lauftempo von unter sechs Minuten auf diesem Kilometer hinzulegen – ich weiß es nicht. Oder doch: es ist zum einen der gute Verlauf des Wettbewerbs bis hier her. Kein Kilometer hat mich mehr als fünf Minuten gekostet, in der Regel habe ich deutlich weniger benötigt. Zum anderen beflügelt mich die Hoffnung. Vor dem Lauf habe mir Chancen ausgerechnet, unter einer Stunde und 45 Minuten ins Ziel zu kommen. Das habe ich sicher erreicht. Jetzt treibt mir die Hoffnung, nahe an die Schallmauer von 1:40 heranzukommen, die Kraft in meine Waden. Der letzte Höhenmeter ist geschafft. Jetzt geht es leicht abschüssig ins Ziel. Meine Waden verkrampfen leicht. Trotzdem, ich schalte mein Hirn aus und setzte zum Endspurt an. Ein Mitläufer – gerade noch vor mir laufend – hatte sich auf einen gemütlichen Zieleinlauf eingestellt, als er von mir überholt wird. Ich weiss, dass es für mich jetzt auf jede Sekunde ankommt und gebe alles – und hechte mit lautem Gebrüll ins Ziel. Archaisch anmutend aber durchströmt von Endorphinen entsteht dieses Zielfoto.

Zielkamera der Tiger Timing

Wenn man überlegt, wie viel Zeit ein Läufer in die Vorbereitung eines Wettbewerbs investiert und wie viel man dafür arbeitet, immer noch ein wenig schneller zu werden – sich selber zu besiegen, dann ist die Freude verständlich angesichts eines gelungenen Laufes. Es ist nicht das “ich bin besser als die anderen“ sondern das “ich habe etwas erreicht“ was in einem Lauf so unmittelbar ausstrahlt.

Noch ein paar Worte zu den Rahmenbedingungen. Der Simssee Halbmarathon bietet tolle Voraussetzungen für einen hervorragenden Lauf. Dass Panorama ist einfach wunderbar, einige kleinere Steigungen und der Eckinger Berg bieten spannende Herausforderungen und die Organisation ist gelungen. In den Orten stehen viele Zuschauer und an Musik fehlt es nicht. Das Wetter ist zu dieser Jahreszeit meist genial, so dass man die Sicht auf Berge und den See entsprechend genießen kann.

Mit ca. 700 Teilnehmen, darunter so prominente wie die ehemalige Europameisterin Simone Mortier, ist die Veranstaltung inzwischen nicht mehr ganz klein. Zum Saisonabschluss sicherlich ein Höhepunkt.

Zu guter Letzt vergebe ich noch zwölf Punkte an die App, die mich begleitet hat. Die Messung war äußerst exakt und ich bin an jedem Kilometer sehr genau über meine aktuelle Rundenzeit informiert worden. Run.GPS hat tolle Arbeit geleistet.

endomondo Trainingspläne – ein Real Life Test

Im August kündigte endomondo sein neues Feature an: ein Trainingsplan, der auf den im Portal gespeicherten Werten basiert. Spannende Geschichte, dachte ich mir. Und habe gleich angefangen, danach für den Simssee Halbmarathon zu trainieren.

Um es vorwegzunehmen: Prognostizierte Zielzeit von endomono: 1:40:20, erreichte Zeit: 1:40:53.

Ein sehr gutes Ergebnis bedenkt man, dass die Strecke einige Steigungen enthält, die es in sich haben. Der „Eckinger Berg“ bietet so beispielsweise teilweise fast 20 % Steigung und bringt den geneigten Läufer auf fast einem Kilometer Länge knapp vor dem Ziel nochmal an seine Grenzen.

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Ich habe den endomondo Trainingsplan relativ eng eingehalten. Sechs Trainingseinheiten werden als ausgefallen markiert: an diesen Tagen war ich sportlich mit anderen Mitteln unterwegs (Biken). Der elektronische Trainingsplan erlaubt es dann, das Training einfach als „durchgeführt“ zu deklarieren. Das ist sinnvoll bei einem Alternativtraining oder wenn einfach kein Gerät zum messen vorhanden war. Im Portal wird das prognostizierte Ergebnis immer an die aktuellen Leistungswerte des Läufers angepasst.

Sehr genial war vor allem auch die Möglichkeit des Imports. Die Trainingseinheiten, die ich nicht mit endomondo gemessen habe, konnte ich anschließend einfach importieren: sie wurden klaglos als Trainingseinheiten anerkannt. Großes Lob für diese Offenheit.

Die mit endomonodo durchgeführten Trainingseinheiten werden per Sprachunterstüztung durchgeführt. Eine grafische Abbildung verschafft einen Überblick darüber, was im Training geschieht: Tempointervalle, lange Läufe, kurze Sprints. Alles wir vorab in einer übersichtlichen Grafik sehr gut dargestellt. Die einzelnen Teile des Trainings (z.B. ein neues Intervall) werden durch einen Ton angekündigt, die Leistungswerte per Sprachansage durchgegeben.

Übersicht: grafische Darstellung einer Trainingseinheit.

Übersicht: grafische Darstellung einer Trainingseinheit.

Alles in allem hat der endomondo Trainingsplan mich immer wieder motiviert, mich an den Plan zu halten. Ich habe mit dem Ergebnis eine neue persönliche Bestzeit erreicht. Insgesamt kann ich das Training mit diesem Planer sehr empfehlen.

MTB Offroad – Biken in Bosnien-Herzegowina

Biken ist eine prima Alternative zum Laufen und da ich beim Laufen immer nach spannenden Strecken suche, ist das beim Biken nicht anders. Im September war ich für einige Tage mit meinem Bruder in Bosnien-Herzegowina, um die Gegend auf Bike-tauglichkeit zu prüfen. Jetzt verbinden die meisten Menschen nördlich der Alpen dieses Land im Wesentlichen mit dem Krieg vor 20 Jahren, doch gibt es dort auch viel Natur und wilde Gegend. Da wir dort Verwandtschaft haben, haben wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden.

Nicht weit hinter der kroatischen Grenze auf der Höhe der bekannten Touristenstadt Split liegt hinter einem Gebirgszug der dinarischen Alpen das „Livanjsko Polje“ oder zu deutsch Livno-Tal. Das Tal liegt auf etwa 700 Höhenmeter während sich die umgebenden Berge zwischen 1.500 und 2.000 Meter in die Höhe strecken. Unsere Strecke für den ersten Tag führte uns vom Ortsteil Suhaća in Richtung des Cincar (2.006 Meter) vorbei am Glamoć Tal wieder zurück nach Livno.

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Die ersten 8 Kilometer haben uns mit 500 Höhenmetern eine gute Stunde in Beschlag genommen. Da es im September in der Gegend noch recht warm sein kann, war der Weg durch diverse Ziegenherden und über sehr steinige Wege kein Zuckerschlecken.

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Auf der Höhe von ca. 1.250 Metern gibt es eine Hütte, die vom Wanderverein Livno betrieben wird. Dort sind oft die sehr aktiven Wanderer aus der Umgebung versammelt, die viel in der Gegend unterwegs sind und auch Wanderwege markieren. Eine Pause kam uns gerade recht und an einer netten Einladung zu einem Essen und einem guten Schluck Wein kommt man nicht vorbei.

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Bald nach verlassen der Hütte zeigte sich, dass sich der quälende Aufstieg gelohnt hatte. Die nächsten fünfzig Kilometer sollten durch die Wildnis gehen. Zwar haben wir keinen der dort lebenden Bären oder Wölfe getroffen. Wohl aber eine ganze Herde Wildpferde. Die Wildpferde von Livno sind bekannt, aber das wir eine ganze Herde treffen – und mit unseren Rädern hindurchfahren, damit habe ich nicht gerechnet.

Wildpferde in Livno

Wildpferde in Livno

Mit dem Rad durch die Herde

Mit dem Rad durch die Herde

Eine Herde Wildpferde in Livno (Cincar)

Eine Herde Wildpferde in Livno (Cincar)

Nach ca. 15 Kilometern – die Fahrt wird hier ein langes Stück recht unaufgeregt flach – schaut man in das Glamoc Tal. Hier wohnten bis zum Krieg in den 1990er Jahren vorwiegend Serben. Die serbischen Dörfer sind aus der Höhe gut zu sehen, ebenso ihr verlassener Zustand. Untermalt wird das ganze sehr deutlich von auffälligen Schildern, die vor Minen warnen. Viele Gebiete in Bosnien-Herzegowina sind noch vermint. Manchmal bleiben die Schilder aber auch bloß stehen, damit ein Wald oder ein Dorf einfach nicht betreten wird.

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Blick vom Cincar in verlassene serbische Dörfer

Blick vom Cincar in verlassene serbische Dörfer

Neben spektakulären Ausblicken gab es einige spektakuläre Abfahrten. Vom höchsten Punkt unserer Tour ging es auf einer Strecke von ca. 9 Kilometern etwa 800 Höhenmeter abwärts. Das ganze über eine steinige Piste – eine wahre Herausforderung für Mann und Maschine. Zum Abschluss unserer ca. 70 Kilometer langen Tour mussten wir aus einem Tal heraus in das Livno Tal herein. Dazu wurden noch einmal ordentlich Höhenmeter geschrubbt. Belohnt wurden diese durch eine weitere rasende Abfahrt. Diesmal über reinen Asphalt über wenig befahrene Straßen von ca. 1.200 Höhenmeter hinter ins Tal. Da in Bosnien Straßenverkehrsregeln auch eher als Empfehlungen verstanden werden, war die ein- oder andere brenzlige Situation geeignet, das Adrenalin nochmals richtig ins Blut zu treiben.

Nach der Tour konnten wir abends bei großartigem Käse aus lokaler Herstellung und einem gemütlichen Glas Wein die 2.593 gesammelten Höhenmeter bestens Revue passieren lassen. Und ein wildes Tier haben wir auch noch gesehen.

runtastic – der Branchenprimus

runtastic
Die runtastic App gibt es seit 2009. Seit Oktober 2013 ist sie mehrheitlich im Besitz des Hauses Springer – und man hat noch viel vor.

endomondo, Sports Tracker, runKeeper oder run.GPS gibt es schon Jahre länger, teilweise existieren diese Produkte bereits länger als es das iPhone gibt. Was hat runtastic richtig gemacht, dass es inzwischen auf fast jedem Mobilgerät zu finden ist? Was runtastic alles kann und was aus Anwendersicht besser laufen könnte, haben wir hier zusammengefasst.

runtastic: ein ausführlicher Review

Was aber haben die anderen Apps vermissen lassen, dass runtastic so viel erfolgreicher ist? Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche App sind

  • Einfachheit in der Anwendung
  • Sprachversionen/Internationalisierung
  • Geräteunabhängigkeit
  • Gezieltes Marketing für eine breit aufgestellte Zielgruppe

run.GPS aus München ist seit 2004 auf dem Markt, hat ein Navi für Fußgänger, ist Internationalisiert und trotzdem eher ein Nischenprodukt: die Bedienung erfordert zu viel Geduld vom Anwender. Trotzdem wirkt runtastic als hätte es das ein- oder andere Feature von der Nachbarapp abgeschaut.

endomondo aus Kopenhagen wurde 2007 als Sportcommunity gegründet. Es bietet viele Features für den regelmäßig trainierenden Sportler. Die Sprachversionen kamen allerdings recht spät und auch das Marketing konzentrierte sich zunächst auf eher ambitionierte Sporttreibende.

runKeeper ist viel mehr eine Community als ein Unternehmen. Die App wird sehr stark entlang der Bedürfnisse der Anwender entwickelt und diese bestehen hautptsächlich aus ambitionierten Anwendern. Internationale Versionen gibt es nicht.

Sports Tracker hat sich 2004 aus dem Umfeld von Nokia entwickelt und war damit prädestiniert, sich als App zu etablieren. Auch hier war man allerdings zu spät mit der Internationalisierung und zu schwach im Marketing – trotz des fortschrittlichen Layouts.



Runtastic - makes sports funtastic

Geschichte des Laufens – vom Jagen zum Volkslauf

Wir haben von unserem Designer Fabian Greiser exklusiv die Geschichte des Laufens illustrieren lassen. Heraus kam dabei dieses

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wunderschöne Bild, das ihr unter www.laufgeschenke.de als hochwertigen Kunstdruck für 32 Euro erwerben könnt. Es erzählt die Geschichte des Laufens in 13 spannenden Kapiteln. Dabei steht der Weg zu den heute so beliebten 42,195 Kilometern im Mittelpunkt.

Laufen besitzt eine ganz eigene Faszination. Eine Ursache ist sicherlich, dass diese Art der Fortbewegung uns modernen Menschen mit unseren frühesten Vorfahren verbindet. Erst das ausdauernde Laufen auf zwei Beinen hat das Überleben unserer Vorfahren gesichert und sie dazu befähigt, sich über den gesamten Globus zu verteilen. Außerdem ist Laufen ein Akt der Autonomie. Wenn wir als Kleinkinder laufen lernen, gewinnen wir zum ersten Mal in unserem Leben ein enormes Maß an Selbständigkeit. Dies gilt auch für uns Erwachsene: Auto, Zug und Flugzeug sind nur „vermittelte Fortbewegung“, mit körperlicher Bewegung haben sie nur indirekt zu tun. Alleine das Laufen bringt uns selbst aus eigener Kraft an das gewünschte Ziel. Die Geschichte des Laufens ermöglicht uns einen faszinierenden Blick auf die Geschichte der gesamten Menschheit.

Auf der Jagd und auf der Flucht

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Bis zur Entstehung früher Kulturen war das Laufen eine absolute Notwendigkeit.  Nahrungsbeschaffung, das Entdecken neuer Lebensräume, Flucht – nichts funktionierte ohne die ausdauernde Anwendung unseres Laufapparats. Ein Jäger und Sammler vor 10.000 bis 5.000 Jahren legte am Tag gut und gerne einen Marathon hin. Sicher war er dabei nicht so ehrgeizig wie manch‘ ambitionierter Freizeitsportler heute, denn Laufen war für ihn „nur“ Mittel zum Zweck. Aber es gab auch damals gute und weniger gute Läufer mit entsprechendem Jagderfolg und Ansehen. Malereien auf Höhlenwänden zeugen davon, dass der Lauf zur Jagd ein bewusster und wichtiger Bestandteil im Leben eines Steinzeitmenschen war.

Läufer halten Reiche zusammen

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Mit der Entstehung der ersten Stadtkulturen und damit der Zivilisation vereinfachte sich die Nahrungsbeschaffung, der Spaß am Laufen aber blieb. Das Spielerische und der Wettkampf sind dem Menschen in die Wiege gelegt und so wundert es nicht, dass die ersten Zivilisationen sich auch im Laufen maßen. Hinzu kommt, dass die aufwändige Nahrungssuche durch einen anderen Grund ersetzt wurde: Kommunikation. Von den Griechen bis zu den Inka sind Boten-Netzwerke nachgewiesen, innerhalb derer Läufer große Distanzen zurücklegten. Nur so war die Verwaltbarkeit weiter Gebiete gesichert. Alexander der Große bediente sich mit seinen Landvermessern, den sogenannten Bematistai, eines solchen Netzwerkes, die bei der Vermessung seines Reiches eine Genauigkeit von über 98 % erreichten.

Freut euch, wir haben gesiegt

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Es ist ein Allgemeinplatz, dass die Griechen uns ein sportliches Vorbild waren. Der Marathonlauf der modernen Olympischen Spiele gehörte allerdings nicht zum Programm im klassischen Hellas. Die längste Distanz im alten Griechenland waren Läufe über 24 Stadien – eine Entfernung, die etwa 4,5 Kilometern entspricht. Dennoch stammt die Legende des Marathonlaufes genau aus dieser Zeit. Historische Wahrheit ist es, dass im Jahre 490 vor Christus die Griechen das überlegene Heer des persischen König Darius schlagen konnten. Der Legende nach brachte ein Bote die Kunde des Ausgangs dieser Schlacht aus Marathon ins ca. 40 Kilometer entfernt gelegene Athen, verkündete  „Freut Euch, wir haben gesiegt!“ und verstarb. Schon die verschiedenen Namen des Läufers, die in der Überlieferungstradition erwähnt werden, zeigen den mythischen Charakter dieser Geschichte. Heute wird meist von Pheidippides gesprochen, ein Name, den auch Herodot erwähnte und der mühelos die Strecke von Athen nach Sparta – immerhin 246 Kilometer – in zwei Tagen schaffte. Weiterhin sind die Namen Thersippos und Eukles im Gespräch. Das können wir aber getrost den Altertumsforschern überlassen. Wer den gesamten Kontext der Legende im Detail studieren möchte, dem empfehle ich Dr. Michael Jungs „Marathon und Palataiai“ (Göttingen 2006).

Entertainment für den Adel

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Im späten 18. Jahrhundert vollzog das Laufen langsam einen Wandel vom funktionellen Botendienst über den Schaulauf zum sportlich motivierten Wettkampf. Dabei bezog sich das „Wett“laufen tatsächlich auf Wetten, die vom Adel auf den schnellsten Läufer abgeschlossen wurden. Verschiedene Adelshäuser schickten dabei ihre Läufer ins Rennen. Zunehmend konnten die Läufer selber damit Geld verdienen und so teils zu beträchtlichem Wohlstand kommen. Das 19. Jahrhundert mit seinen tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen brachte aus diesen Schauläufen dann in England die „Pedestrians“ hervor. Die Pedestrians waren die erste Volkssportbewegung, bei der Läufer mit ihren Leistungen Geld verdienten. Zu dieser Bewegung gehörte der britische Offizier Robert (Bob) Allardice Barclay (1779-1854). Mit seiner Leistung aus dem Jahre 1809, 1.000 Meilen in 1.000 Stunden bewältigt zu haben, war er ein entscheidende Geburtshelfer des sportlichen Langlaufs. Er bekam für diese gewonnene Wette 1.000 Guineas – ein für die damalige Zeit beachtlicher Betrag.

Sechs-Tage-Rennen mit hohen Preisgeldern

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Preisgelder, so wie wir sie heute von professionellen Veranstaltungen kennen, etablierten sich ebenfalls in dieser Zeit. Aus den Pedestrians entwickelten sich in den USA die „Sechs-Tage-Rennen“, bei denen es darum ging, in sechs Tagen möglichst weit zu laufen. Der Brite George Littlewood bekam beispielweise für seine bemerkenswerte Leistung von 1003,8 zurückgelegten Kilometern ein Preisgeld von 6.000 Dollar. Sein Landsmann Rowell kassierte 1879 gar die unfassbare Summe von 30.000 US Dollar bei einer Veranstaltung im Madison Square Garden.

Die Wiedergeburt von Olympia

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Aus diesen Anfängen entwickelte sich gegen Ende des 19. Jahrhundert der moderne Amateursport. Bereits in den 1870 Jahren wurden Rennen ausgetragen, die sowohl einen kommerziellen Charakter aufwiesen als auch unserer heutigen Marathondistanz recht nahe kamen. Die Idee lag nahe, bei den ersten olympischen Spielen der Neuzeit (Athen 1896) einen Langlauf in die Liste der Wettbewerbe aufzunehmen. Bei der Wiederbelebung der olympische Idee durch Baron Pierre de Coubertin lag die Betonung auf dem Amateurcharakter, um ein Ereignis für die breite Masse zu schaffen. Jeder bezahlte Sportler oder als „lebensbezahlter Lehrer für Leibesübung“ tätige Profi war von vornherein ausgeschlossen. Da zu dieser Zeit die Erforschung der Antike ebenfalls hoch im Kurs stand, fand sich schnell eine Interessensgruppe, die das antike Ideal mit der modernen Idee verbinden wollte. „Wenn das Organisationskomitee der Olympiade in Athen geneigt wäre, in das Wettkampfprogramm den Lauf aufzunehmen, der die ruhmreiche Tat des Soldaten von Marathon wiederbelebt, würde ich gerne den Preis stiften“, ließ der französische Altertumsforscher Michael Breal verkünden.

Der erste Marathon – Sieger der Neuzeit

Der 10. April 1896 muss als Geburtsstunde des modernen Marathonlaufes gelten. Spiridon Louis gewann an diesem Tag für seine griechische Heimat nach 02:58:50 Stunden den ersten modernen Marathonlauf . Sein Name ist bis heute mit diesem Wettkampf verbunden. Zwar galt damals noch nicht die inzwischen legendäre Länge von 42,195 Kilometer als Standard, die Leistung Spiridons schmälert das jedoch nicht. Die Normierung erfolgte zwölf Jahre später bei den Olympischen Spielen in London. Bis dahin waren Marathonläufe bereits im allgemeinen Bewusstsein etabliert. In den USA erreichte der Boston Marathon – über die Distanz von 24,75 Meilen – hohe Teilnehmerzahlen und ein hohes Maß an Professionalisierung.

Der Mann mit dem Hammer

Die heute als Standard festgelegten 42,195 Kilometer entsprangen der Streckenführung bei den Olympischen Spielen im Sommer 1908 in London. Dort wurde es notwendig, die Strecke von 25 Meilen auf 26 Meilen und 385 Yards zu verlängern, damit die königliche Familie den Einlauf der Sieger von der Terrasse des Schloss Windsor beiwohnen konnte. Den Zeitgenossen blieb dieser Lauf weniger durch die Festlegung der Meilen und Yards auf adeligen Wunsch als vielmehr durch seinen dramatischen Endkampf in Erinnerung. Am Ende des Wettkampfes lag Dorando Pietri in Führung. Der Italiener hatte einen satten Vorsprung und nur noch die Endrunde zu bewältigen. Auf dieser ereilte ihn das heute als „Mann mit dem Hammer“ bekannte Phänomen der Glukose-Unterversorgung. Pietri benötigte fremde Hilfe und musste mehrfach gestützt werden. Zwar kam er als erster ins Ziel, doch die Jury bewertete diese Unterstützung als unzulässig und disqualifizierte Pietri. Dadurch wurde der zweitplatzierte John Hayes zum Sieger erklärt. Zwischen dem Italiener und dem Amerikaner kam es in den Folgejahren immer wieder zu Revanchen, die auf sehr großes Publikumsinteresse stießen. Natürlich konnten diese Rennen nur über die in London gelaufene Distanz ausgetragen werden. Ein wahrer Boom von Marathonrennen war die Folge und die gelaufene Distanz von 42,195 Kilometern wurde zur üblichen Distanz auf diesen Veranstaltungen. Im Jahr 1921 legte ein internationales Komitee diese Distanz schließlich als Norm für die Olympischen Spiele 1924 fest.

Seither sind sie das Maß aller Dinge.

Artikel von Dubro Dolic

Datenschutz bei Laufapps

Wer seine Aktivitäten mit einer App misst, überlässt viele individuelle Daten einem fremden Unternehmen. Gerade Daten aus einer App zur Verfolgung sportlicher Aktivitäten sind stark personenbezogen und lassen vertiefte Rückschlüsse auf einzelne Personen zu.

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Die Server, auf denen die Daten ausgewertet werden, stehen dabei in der Regel nicht in Deutschland – oftmals nicht einmal in der EU – und unterliegen damit nicht dem deutschen Datenschutz. Das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) definiert Daten über die Gesundheit einer Person sogar als besonders schutzwürdig und fordert von Unternehmen, die mit solchen Daten umgehen, besondere Maßnahmen zum Schutz dieser Daten. Weiterlesen

Kornkreise waren gestern – Lauffiguren sind heute

Mystische Kreise im Kornfeld – sie haben es bis zur Filmreife geschafft. Die Zeiten, sich darüber zu wundern sind vorbei: jetzt schafft jeder seine eigene Version eines Kornkreises. Mit Hilfe einer App läuft man eine Route mit der eine Figur auf die Landkarte gezeichnet wird (siehe Beispiel oben von endomondo).

Jetzt hat runkeeper dazu aufgerufen, die schönsten Fußformen zu sammeln.

Füße formen mit runkeeper.

Bereits vor einem Monat haben sich viele runkeeper User auf den Weg gemacht, um Herzen in die Karten zu rennen.


Gelaufene Herzen.

Wir sind gespannt auf die Füße.